{"id":25419,"date":"2026-08-31T16:32:32","date_gmt":"2026-08-31T14:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=25419"},"modified":"2026-08-31T16:32:34","modified_gmt":"2026-08-31T14:32:34","slug":"wetterthema-des-tages-31-08-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wetterthema-des-tages-31-08-2026\/","title":{"rendered":"Wetterthema des Tages &#8211; 31.08.2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum Wolken schweben \u2013 und warum sie irgendwann doch als Regen vom Himmel fallen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-attachment-id=\"25420\" data-permalink=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wetterthema-des-tages-31-08-2026\/f6f610af-dc31-4c34-ad13-1515f310e2d2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2.png\" data-orig-size=\"1672,941\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2-1024x576.png\" src=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25420\" srcset=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2-300x169.png 300w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2-768x432.png 768w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2-1536x864.png 1536w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/F6F610AF-DC31-4C34-AD13-1515F310E2D2.png 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gro\u00dfe Wolke kann enorme Mengen Wasser enthalten und trotzdem scheinbar schwerelos \u00fcber der Landschaft stehen. Das wirkt zun\u00e4chst widerspr\u00fcchlich: Wasser ist deutlich schwerer als Luft. Warum f\u00e4llt eine Wolke also nicht einfach als gewaltige Wassermasse zu Boden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende Punkt ist ihre innere Struktur. Eine Wolke besteht nicht aus einem zusammenh\u00e4ngenden Wasserreservoir, sondern aus Milliarden winziger Wassertr\u00f6pfchen und \u2013 bei niedrigen Temperaturen \u2013 Eiskristallen. Typische Wolkentr\u00f6pfchen besitzen nur einen Durchmesser von ungef\u00e4hr 10 bis 20 Mikrometern. Sie sind so klein, dass ihre Sinkgeschwindigkeit \u00e4u\u00dferst gering ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon schwache Aufwinde und turbulente Luftbewegungen k\u00f6nnen diese Teilchen deshalb in der Schwebe halten oder sogar nach oben transportieren. Erst wenn aus den mikroskopisch kleinen Wolkenteilchen wesentlich gr\u00f6\u00dfere Tropfen, Schneeflocken oder Hagelk\u00f6rner entstehen, beginnt die Schwerkraft die Oberhand zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kernaussagen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wolken schweben nicht, weil Wasser pl\u00f6tzlich leichter als Luft w\u00e4re. Die einzelnen Wassertr\u00f6pfchen sind vielmehr so klein, dass ihr Gewicht gegen\u00fcber dem Luftwiderstand nur eine sehr geringe Fallgeschwindigkeit erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig befindet sich unsere Atmosph\u00e4re st\u00e4ndig in Bewegung. Selbst bei scheinbar ruhigem Wetter existieren kleine Auf- und Abwinde sowie Turbulenzen. Eine vertikale Luftbewegung von nur wenigen Zentimetern pro Sekunde kann bereits ausreichen, um winzige Wolkentr\u00f6pfchen in der Luft zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit Niederschlag entstehen kann, m\u00fcssen diese Teilchen erheblich wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In w\u00e4rmeren Wolken geschieht das vor allem durch Zusammenst\u00f6\u00dfe. Gr\u00f6\u00dfere Tropfen fallen etwas schneller als kleinere, holen diese ein und k\u00f6nnen mit ihnen verschmelzen. Dadurch werden sie immer gr\u00f6\u00dfer und gleichzeitig schneller.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In kalten oder gemischten Wolken kommt ein weiterer Mechanismus hinzu: Eiskristalle wachsen auf Kosten unterk\u00fchlter Wassertr\u00f6pfchen. Werden sie schwer genug, beginnen sie zu fallen. Durchqueren sie anschlie\u00dfend eine ausreichend warme Luftschicht, schmelzen sie und erreichen uns als Regentropfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meteorologischer Hintergrund<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg eines Regentropfens beginnt h\u00e4ufig mit unsichtbarem Wasserdampf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird feuchte Luft angehoben, nimmt der Umgebungsdruck mit zunehmender H\u00f6he ab. Das Luftpaket dehnt sich aus und k\u00fchlt dabei ab. Schlie\u00dflich kann die Temperatur den Taupunkt erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun ist die Luft mit Wasserdampf ges\u00e4ttigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Entstehung von Wolkentr\u00f6pfchen ben\u00f6tigt der Wasserdampf allerdings kleine Oberfl\u00e4chen, an denen er kondensieren kann. In der Atmosph\u00e4re schweben daf\u00fcr unz\u00e4hlige mikroskopische Partikel. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Meersalz, Staub, Ru\u00df und andere Aerosole.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meteorologen bezeichnen sie als Kondensationskerne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An diesen Teilchen lagert sich Wasserdampf an. Milliarden winziger Wassertr\u00f6pfchen entstehen \u2013 eine Wolke wird sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein typisches Wolkentr\u00f6pfchen besitzt ungef\u00e4hr ein Hundertstel Millimeter Durchmesser. Die Schwerkraft wirkt nat\u00fcrlich auch auf dieses winzige Teilchen. Doch gleichzeitig bremst der Luftwiderstand seine Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb sinkt es nur \u00e4u\u00dferst langsam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Luft innerhalb einer Wolke kann sich jedoch wesentlich schneller bewegen. Thermische Aufwinde, Turbulenzen oder gro\u00dfr\u00e4umige Hebungsprozesse transportieren Luft nach oben. Dadurch werden die Tr\u00f6pfchen immer wieder mitgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Wolke ist deshalb keineswegs ein starres Gebilde. Permanent entstehen neue Tr\u00f6pfchen, andere verdunsten wieder und gro\u00dfe Mengen Wasser werden innerhalb der Wolke auf- und abw\u00e4rts transportiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Entstehung von Regen reicht reine Kondensation meist nicht aus. W\u00fcrde ein Wolkentr\u00f6pfchen ausschlie\u00dflich dadurch wachsen, dauerte es sehr lange, bis daraus ein richtiger Regentropfen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb \u00fcbernehmen Zusammenst\u00f6\u00dfe einen wichtigen Teil der Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein etwas gr\u00f6\u00dferes Tr\u00f6pfchen besitzt eine h\u00f6here Fallgeschwindigkeit als kleinere Teilchen. Auf seinem Weg durch die Wolke kann es andere Tr\u00f6pfchen einholen und aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch w\u00e4chst es weiter, wird schwerer und f\u00e4llt noch schneller.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich erreicht der Tropfen eine Gr\u00f6\u00dfe, bei der die vorhandenen Aufwinde sein Gewicht nicht mehr ausgleichen k\u00f6nnen. Er verl\u00e4sst die Wolke und f\u00e4llt Richtung Boden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch selbst dann ist noch nicht garantiert, dass wir tats\u00e4chlich Regen beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist die Luft unterhalb der Wolke sehr trocken, kann ein Teil oder sogar der gesamte Niederschlag w\u00e4hrend des Falls wieder verdunsten. Manchmal sieht man unter einer Wolke deutlich einen Niederschlagsvorhang, der den Erdboden nicht erreicht. Dieses Ph\u00e4nomen wird als Virga bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst wenn die Regentropfen ihren Weg durch die Atmosph\u00e4re \u00fcberstehen, messen wir am Boden tats\u00e4chlich Niederschlag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon gewusst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die klassische Darstellung eines Regentropfens als Tr\u00e4ne ist physikalisch nicht richtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr kleine Regentropfen sind nahezu kugelf\u00f6rmig. Mit zunehmender Gr\u00f6\u00dfe wirkt der Luftwiderstand st\u00e4rker auf ihre Unterseite. Gr\u00f6\u00dfere Tropfen werden deshalb unten abgeflacht und erinnern in ihrer Form eher an ein kleines Hamburgerbr\u00f6tchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch \u00fcberraschender ist ihre Gr\u00f6\u00dfenentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Wolkentr\u00f6pfchen besitzt typischerweise nur etwa 10 bis 20 Mikrometer Durchmesser. Ein Regentropfen kann dagegen einen Durchmesser von mehreren Millimetern erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterschied beim Volumen ist gewaltig: F\u00fcr einen einzigen gr\u00f6\u00dferen Regentropfen werden letztlich sehr viele Wolkentr\u00f6pfchen ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und auch Regentropfen k\u00f6nnen nicht beliebig gro\u00df werden. Wird ein fallender Tropfen zu gro\u00df, verformt ihn der Luftwiderstand immer st\u00e4rker. Schlie\u00dflich wird er instabil und zerf\u00e4llt in mehrere kleinere Tropfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Wolke f\u00e4llt deshalb niemals einfach als Ganzes vom Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst wenn aus nahezu schwebenden mikroskopischen Wasserteilchen ausreichend gro\u00dfe und schwere Niederschlagsteilchen geworden sind, gewinnt die Schwerkraft gegen Aufwind und Luftwiderstand \u2013 und aus einer Wolke wird Regen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum Wolken schweben \u2013 und warum sie irgendwann doch als Regen vom Himmel fallen Eine gro\u00dfe Wolke kann enorme Mengen Wasser enthalten und trotzdem scheinbar schwerelos \u00fcber der Landschaft stehen. 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