{"id":25528,"date":"2026-09-13T11:12:51","date_gmt":"2026-09-13T09:12:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=25528"},"modified":"2026-09-13T11:12:52","modified_gmt":"2026-09-13T09:12:52","slug":"wetterthema-des-tages-13-09-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wetterthema-des-tages-13-09-2026\/","title":{"rendered":"Wetterthema des Tages &#8211; 13.09.2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum Wolken nicht vom Himmel fallen \u2013 das erstaunliche Schweben von Wasser in der Atmosph\u00e4re<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-attachment-id=\"25529\" data-permalink=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wetterthema-des-tages-13-09-2026\/df62d426-7278-4c7d-88d5-ebff6c240be0\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0.png\" data-orig-size=\"1672,941\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0-1024x576.png\" src=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25529\" srcset=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0-300x169.png 300w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0-768x432.png 768w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0-1536x864.png 1536w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DF62D426-7278-4C7D-88D5-EBFF6C240BE0.png 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wolken k\u00f6nnen gewaltige Mengen Wasser enthalten. Eine einzige gr\u00f6\u00dfere Quellwolke bringt es leicht auf viele hundert Tonnen Wasser, m\u00e4chtige Gewitterwolken sogar auf ein Vielfaches davon. Trotzdem st\u00fcrzt eine Wolke nicht als kompakte Wassermasse zu Boden. Sie scheint nahezu schwerelos am Himmel zu schweben und kann dabei \u00fcber Stunden bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Grund liegt in der winzigen Gr\u00f6\u00dfe ihrer Bestandteile. Eine Wolke besteht nicht aus einer zusammenh\u00e4ngenden Wassermasse, sondern aus Milliarden feinster Wassertr\u00f6pfchen und \u2013 bei ausreichend niedrigen Temperaturen \u2013 Eiskristallen. Typische Wolkentr\u00f6pfchen besitzen nur einen Durchmesser von ungef\u00e4hr zehn bis zwanzig Mikrometern. Sie sind damit so klein, dass ihre Fallgeschwindigkeit \u00e4u\u00dferst gering ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig befindet sich die Atmosph\u00e4re praktisch st\u00e4ndig in Bewegung. Bereits schwache aufsteigende Luftstr\u00f6mungen reichen aus, um die winzigen Tr\u00f6pfchen in der Schwebe zu halten. Erst wenn sie wachsen und schwer genug werden, beginnt der Weg vom Wolkentr\u00f6pfchen zum Regentropfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kernaussagen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit eine Wolke entstehen kann, muss feuchte Luft zun\u00e4chst abk\u00fchlen. Das geschieht h\u00e4ufig dadurch, dass Luft aufsteigt. Mit zunehmender H\u00f6he sinkt der Luftdruck, das Luftpaket dehnt sich aus und k\u00fchlt dabei ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erreicht die Luft ihren Taupunkt, ist sie mit Wasserdampf ges\u00e4ttigt. Der \u00fcbersch\u00fcssige Wasserdampf beginnt zu kondensieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kondensation erfolgt allerdings nicht einfach mitten in vollkommen sauberer Luft. Ben\u00f6tigt werden winzige Schwebeteilchen, sogenannte Kondensationskeime. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Meersalz, Staub, Rauchpartikel oder andere Aerosole.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An ihnen lagern sich Wassermolek\u00fcle an und bilden mikroskopisch kleine Tr\u00f6pfchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Tr\u00f6pfchen sind zun\u00e4chst so klein, dass ihre Gewichtskraft gegen\u00fcber dem Luftwiderstand nur eine geringe Rolle spielt. Ihre Sinkgeschwindigkeit betr\u00e4gt h\u00e4ufig lediglich wenige Millimeter oder Zentimeter pro Sekunde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon sehr schwache Aufwinde k\u00f6nnen diesen Fall ausgleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Wolke bleibt deshalb sichtbar, solange fortlaufend neue Tr\u00f6pfchen entstehen und die vorhandenen Tr\u00f6pfchen nicht schneller absinken oder verdunsten, als sie durch atmosph\u00e4rische Bewegungen gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meteorologischer Hintergrund<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einzelnes Wolkentr\u00f6pfchen besitzt im Vergleich zu einem Regentropfen eine erstaunlich geringe Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend ein typisches Wolkentr\u00f6pfchen ungef\u00e4hr 0,01 bis 0,02 Millimeter gro\u00df ist, erreicht ein Regentropfen h\u00e4ufig einen Durchmesser von ein bis mehreren Millimetern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gr\u00f6\u00dfenunterschied erscheint zun\u00e4chst \u00fcberschaubar, physikalisch ist er jedoch enorm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Volumen eines kugelf\u00f6rmigen Tropfens w\u00e4chst mit der dritten Potenz seines Radius. Verdoppelt sich der Radius, besitzt der Tropfen bereits das achtfache Volumen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Regentropfen kann deshalb die Masse von Hunderttausenden oder sogar Millionen kleiner Wolkentr\u00f6pfchen enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dieser Gr\u00f6\u00dfenunterschied entscheidet dar\u00fcber, ob Wasser nahezu schwebt oder deutlich nach unten f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf jedes Wolkentr\u00f6pfchen wirkt die Schwerkraft. Gleichzeitig erzeugt die Bewegung durch die Luft einen Widerstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei sehr kleinen Tr\u00f6pfchen stellt sich schnell eine geringe sogenannte Endfallgeschwindigkeit ein. Das Tr\u00f6pfchen sinkt dann nur sehr langsam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer realen Wolke herrscht jedoch kaum jemals vollkommen ruhige Luft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warme Luft steigt auf, k\u00fchlere Luft sinkt ab und Turbulenzen erzeugen unz\u00e4hlige kleine Wirbel. Besonders in Quellwolken k\u00f6nnen die Aufwinde mehrere Meter pro Sekunde erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verglichen damit ist die Sinkgeschwindigkeit eines Wolkentr\u00f6pfchens verschwindend gering.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch irgendwann kann aus einer Wolke Niederschlag entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daf\u00fcr m\u00fcssen die Tr\u00f6pfchen erheblich wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In w\u00e4rmeren Wolken geschieht dies vor allem durch Zusammenst\u00f6\u00dfe. Unterschiedlich gro\u00dfe Tr\u00f6pfchen besitzen unterschiedliche Fallgeschwindigkeiten. Gr\u00f6\u00dfere Tr\u00f6pfchen k\u00f6nnen kleinere einholen, mit ihnen kollidieren und sich vereinigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meteorologen sprechen vom Kollisions- und Koaleszenzprozess.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit zunehmender Gr\u00f6\u00dfe steigt die Fallgeschwindigkeit. Dadurch begegnet das wachsende Tr\u00f6pfchen wiederum weiteren kleineren Tr\u00f6pfchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prozess kann sich verst\u00e4rken, bis ein Tropfen gro\u00df genug ist, um die Aufwinde innerhalb der Wolke zu \u00fcberwinden und als Regen herauszufallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unseren Breiten spielt zus\u00e4tzlich h\u00e4ufig Eis eine entscheidende Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Wolken bestehen selbst bei Temperaturen deutlich unter null Grad teilweise noch aus fl\u00fcssigen, unterk\u00fchlten Wassertr\u00f6pfchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Befinden sich gleichzeitig Eiskristalle in der Wolke, k\u00f6nnen diese besonders effektiv wachsen. Der Wasserdampf lagert sich bevorzugt an den Eiskristallen an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie werden gr\u00f6\u00dfer, beginnen zu fallen und k\u00f6nnen weitere Kristalle oder unterk\u00fchlte Wassertropfen aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es entstehen Schneeflocken, Graupel oder andere feste Niederschlagsteilchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fallen Schneeflocken anschlie\u00dfend durch eine ausreichend warme Luftschicht, schmelzen sie und erreichen uns als Regentropfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erheblicher Teil unseres Regens kann deshalb urspr\u00fcnglich als Eis oder Schnee innerhalb einer Wolke entstanden sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die scheinbar scharfe Unterkante mancher Wolken l\u00e4sst sich mit diesen Vorg\u00e4ngen erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steigt feuchte Luft auf, erreicht sie in einer bestimmten H\u00f6he den Taupunkt. Dort beginnt die Kondensation und die Wolke wird sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterhalb dieser H\u00f6he ist die Luft noch nicht ges\u00e4ttigt. Dort verdunsten Wassertr\u00f6pfchen wieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wolkenbasis markiert damit h\u00e4ufig ziemlich genau jene H\u00f6he, in der Temperatur und Taupunkt zusammenkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wolken sind deshalb keine festen Objekte, die wie Ballons durch die Atmosph\u00e4re treiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sind vielmehr st\u00e4ndig neu entstehende Strukturen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf einer Seite kondensiert Wasserdampf zu Tr\u00f6pfchen, an anderer Stelle verdunsten Tr\u00f6pfchen wieder. Luft str\u00f6mt hinein und hinaus. Trotzdem kann die Wolke als Ganzes scheinbar \u00fcber l\u00e4ngere Zeit ihre Form behalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon gewusst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine typische Sch\u00f6nwetterwolke kann tats\u00e4chlich mehrere hundert Tonnen fl\u00fcssiges Wasser enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das klingt zun\u00e4chst widerspr\u00fcchlich: Wie k\u00f6nnen hunderte Tonnen Wasser \u00fcber unseren K\u00f6pfen schweben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist die Verteilung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wasser befindet sich auf ein riesiges Luftvolumen verteilt. Ein Kubikmeter Wolkenluft enth\u00e4lt h\u00e4ufig nur Bruchteile eines Gramms fl\u00fcssiges Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anschaulicher Vergleich zeigt den Unterschied: W\u00fcrde man s\u00e4mtliches Wasser einer Wolke auf einmal in einen riesigen Beh\u00e4lter f\u00fcllen, w\u00e4re es beeindruckend schwer. Verteilt man dieselbe Menge jedoch auf Milliarden mikroskopischer Tr\u00f6pfchen innerhalb vieler Millionen Kubikmeter Luft, verh\u00e4lt sie sich vollkommen anders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und selbst Regentropfen sind nicht beliebig gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werden sie zu gro\u00df, verformen sie sich beim Fallen durch den Luftwiderstand. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen sie instabil werden und in kleinere Tropfen zerfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb fallen bei einem kr\u00e4ftigen Regenschauer nicht pl\u00f6tzlich faustgro\u00dfe Wassertropfen vom Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen Kondensation, Aufwind, Schwerkraft, Luftwiderstand, Zusammenst\u00f6\u00dfen und Verdunstung herrscht in jeder Wolke ein permanentes Gleichgewicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Wolke ist somit weniger ein Gegenstand am Himmel als vielmehr ein sichtbarer meteorologischer Prozess \u2013 st\u00e4ndig im Entstehen und gleichzeitig schon wieder im Verschwinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum Wolken nicht vom Himmel fallen \u2013 das erstaunliche Schweben von Wasser in der Atmosph\u00e4re Wolken k\u00f6nnen gewaltige Mengen Wasser enthalten. 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