{"id":2971,"date":"2016-03-01T14:57:13","date_gmt":"2016-03-01T12:57:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=2971"},"modified":"2016-03-01T14:57:13","modified_gmt":"2016-03-01T12:57:13","slug":"deutschlandwetter-im-februar-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/deutschlandwetter-im-februar-2016\/","title":{"rendered":"Deutschlandwetter im Februar 2016"},"content":{"rendered":"<h2>Deutschlandwetter im Februar 2016<\/h2>\n<p>Sehr mild, mit wenig Schnee, viel Regen und wenig Sonnenschein<\/p>\n<p>Offenbach, 29. Februar 2016 \u2013 Im Februar 2016 herrschte in Deutschland nur an wenigen Tagen Hochdruckeinfluss mit trockenem und sonnigem Wetter. Stattdessen nahmen immer wieder atlantische Tiefdruckgebiete mit ihren Ausl\u00e4ufern Kurs auf Mitteleuropa. Mit teilweise kr\u00e4ftigen S\u00fcdwest- bis Westwinden f\u00fchrten Sie meist milde und feuchte Luft heran. Dadurch lagen die Temperaturen und Niederschl\u00e4ge weit \u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Durchschnitt, w\u00e4hrend der Sonnenschein etwas unter dem Soll blieb. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<\/p>\n<p>Deutlich zu mild mit teilweise fr\u00fchlingshaften Temperaturen<br \/>\nDie Mitteltemperatur erreichte im Februar 3,4 Grad Celsius (\u00b0C) und lag damit um 3,0 Grad \u00fcber dem Soll der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst gegen\u00fcber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war der Monat um 2,4 Grad zu warm. In Deutschland dominierte meist milde Luft aus S\u00fcdwest oder West, in der das Queck-silber tags\u00fcber h\u00e4ufig auf zweistellige Werte kletterte. Am 22. bekamen die Menschen in Oberbayern bei 17 \u00b0C und mehr bereits einen Vorgeschmack auf den Fr\u00fchling. W\u00e4rmster Ort war dabei Piding, nahe Bad Reichenhall, mit 20,0 \u00b0C. Wegen erheblich zu hoher Temperaturen \u00fcber Skandinavien und Russland f\u00fchrten auch die seltenen, von dort nach Mitteleuropa gerichteten Str\u00f6mungen in Deutschland meist nur zu geringer K\u00e4lte. Lediglich vereinzelt zeigte das Thermometer nachts Frost unter -10 \u00b0C. Den tiefsten Wert des Monats meldete Leutkirch-Herlazhofen im Allg\u00e4u am 27. mit -12,7 \u00b0C.<\/p>\n<p>Wenig Schnee, aber reichlich Niederschl\u00e4ge &#8211; zeitweise st\u00fcrmische B\u00f6en<br \/>\nIm Gegensatz zu 2015, als in vielen Regionen eine lange Phase der Trockenheit begann, zeigte sich der Februar 2016 sehr niederschlagsreich. Mit rund 80 l\/m\u00b2 erreichte er bundesweit etwa 158 Prozent seines Solls von 49 l\/m\u00b2. Verantwortlich daf\u00fcr waren die zahlreichen Tiefdruckgebiete, die mit ihren Ausl\u00e4ufern \u00fcber Deutschland hinweg zogen. Oft blieben die mitgef\u00fchrten Wolken an den Mittelgebirgen und Alpen h\u00e4ngen und sorgten dort f\u00fcr lang anhaltende Stauniederschl\u00e4ge. So erhielt der Schwarzwald den insgesamt meisten Regen und Schnee, mit \u00f6rtlich mehr als 270 l\/m\u00b2. Die gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge entstand dagegen am 20. in Schneizlreuth-Ristfeucht, im Berchtesgadener Land, mit 58,6 l\/m\u00b2. Beim Durchzug der Tiefdruckgebiete kam es h\u00e4ufig auch zu heftigen Winden mit Sturmb\u00f6en, die ausgerechnet an Fastnacht ihren H\u00f6hepunkt erreichten, so dass viele Umz\u00fcge abgesagt werden mussten. Die trockensten Gebiete lagen im Lee des Harzes, wo die Gesamtmengen teilweise unter 30 l\/m\u00b2 blieben. Es fiel insgesamt nur wenig Schnee und dieser taute meist auch recht schnell wieder weg.<\/p>\n<p>Sonnenscheindauer in vielen Gebieten unter dem Schnitt<br \/>\nIn Deutschland blieb die Sonnenscheindauer im Februar 2016 mit rund 60 Stunden um 17 Prozent unter dem Soll von 73 Stunden. Beg\u00fcnstigt waren im Februar die K\u00fcste der Nordsee sowie R\u00fcgen, mit \u00f6rtlich mehr als 100 Stunden. In einem Streifen von der Rh\u00f6n<br \/>\nbis zum Erzgebirge schien die Sonne dagegen oft weniger als 35 Stunden.<\/p>\n<p>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Februar 2016<br \/>\n(In Klammern stehen jeweils die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein und Hamburg: Im Februar erreichte Schleswig-Holstein 3,3 \u00b0C (0,7 \u00b0C), gut 85 l\/m\u00b2 (42 l\/m\u00b2) und war mit etwa 75 Stunden (65 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland. In manchen Orten schien die Sonne mehr als 100 Stunden. F\u00fcr Hamburg registrierte der DWD 3,4 \u00b0C (1,2 \u00b0C) und zirka 60 Stunden (64 Stunden) Sonnenschein. Die Niederschlagsmenge betrug fast 120 l\/m\u00b2. Das waren 280 Prozent des vielj\u00e4hrigen Mittels (42 l\/m\u00b2).<\/p>\n<p>Niedersachsen und Bremen: Bei 3,5 \u00b0C (1,1 \u00b0C) und etwa 80 l\/m\u00b2 (44 l\/m\u00b2) geh\u00f6rte Niedersachsen mit gut 70 Stunden (66 Stunden) zu den sonnigeren Regionen Deutschlands. Bremen war bei 3,6 \u00b0C (1,4 \u00b0C) und rund 90 l\/m\u00b2 (40 l\/m\u00b2) mit nahezu 80 Stunden (68 Stunden) sogar das sonnenscheinreichste Bundesland.<\/p>\n<p>Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern kam im Februar auf 3,3 \u00b0C (0,0 \u00b0C). Mit rund 55 l\/m\u00b2 (31 l\/m\u00b2) z\u00e4hlte es zu den vergleichsweise trockenen und mit knapp 75 Stunden (67 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Brandenburg und Berlin: Brandenburg war mit 3,8 \u00b0C (0,2 \u00b0C) das zweitw\u00e4rmste und mit rund 50 l\/m\u00b2 (33 l\/m\u00b2) ein trockenes Bundesland. Die Sonne schien 70 Stunden (70 Stunden). Berlin pr\u00e4sentierte sich mit 4,1 \u00b0C (0,5 \u00b0C) als w\u00e4rmstes und mit knapp 45 l\/m\u00b2 (35 l\/m\u00b2) als trockenstes Bundesland. Die Sonne zeigte sich 65 Stunden (71 Stunden).<\/p>\n<p>Sachsen-Anhalt: Hier notierten die DWD-Experten 3,6 \u00b0C (0,4 \u00b0C) und gut 65 Sonnenstunden (68 Stunden). Sachsen-Anhalt war im Februar 2016 mit etwa 45 l\/m\u00b2 (33 l\/m\u00b2) das zweittrockenste Bundesland. Der deutschlandweit wenigste Niederschlag fiel im n\u00f6rdlichen Harzvorland und in der Magdeburger B\u00f6rde, tlw. mit weniger als 30 l\/m\u00b2.<\/p>\n<p>Sachsen: Sachsen geh\u00f6rte im Februar 2016 mit 3,1 \u00b0C (-0,3 \u00b0C) zu den k\u00e4lteren Bundesl\u00e4ndern. Bei durchschnittlich rund 70 l\/m\u00b2 (43 l\/m\u00b2) erreichte es etwa 60 Sonnenstunden (70 Stunden).<\/p>\n<p>Th\u00fcringen: Th\u00fcringen zeigte sich im Februar 2016 mit 2,8 \u00b0C (-0,4 \u00b0C) als das k\u00e4lteste und mit knapp 50 Stunden (69 Stunden) als das sonnenschein\u00e4rmste Bundesland. Die Niederschlagsmenge lag bei etwa 75 l\/m\u00b2 (44 l\/m\u00b2).<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen verzeichnete im Februar 3,5 \u00b0C (1,8 \u00b0C), fast 95 l\/m\u00b2 (58 l\/m\u00b2) und gut 70 Sonnenstunden (72 Stunden). Am Rosenmontag, dem 8., und Fastnachtsdienstag, dem 9., fielen zahlreiche Karnevalsumz\u00fcge wegen des starken Windes aus oder kamen nur in eingeschr\u00e4nkter Form zustande. In Krefeld st\u00fcrzten zwei B\u00e4ume auf Hausd\u00e4cher. In K\u00f6ln-Ehrenfeld fegte der Sturm das Dach eines Geb\u00e4udes von einem Haus.<\/p>\n<p>Hessen: Im Februar 2016 war Hessen mit 3,1 \u00b0C (0,5 \u00b0C) ein vergleichsweise kaltes und mit etwa 50 Stunden (69 Stunden) das zweitsonnenschein\u00e4rmste Bundesland. Die Niederschlagsmenge betrug rund 85 l\/m\u00b2 (52 l\/m\u00b2). Sturmtief \u201eRuzica\u201c lie\u00df am 8. zahlreiche B\u00e4ume umst\u00fcrzen. Bei Darmstadt war dadurch die Hauptverbindungsstra\u00dfe nach Eberstadt f\u00fcr mehr als zwei Stunden blockiert.<\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz: Die DWD-Experten errechneten 3,4 \u00b0C (1,2 \u00b0C) und etwa 60 Sonnenstunden (73 Stunden). Mit ann\u00e4hernd 100 l\/m\u00b2 (57 l\/m\u00b2) geh\u00f6rte Rheinland-Pfalz zu den niederschlagsreichen Bundesl\u00e4ndern. Zeitweise f\u00fchrten die meisten Fl\u00fcsse Hochwasser. Zahlreiche Fastnachtsumz\u00fcge mussten am 8. und 9. aufgrund heftiger Winde, zeitweise mit Sturmb\u00f6en, vorsorglich abgesagt werden. Zur Monatsmitte setzte in der Vorderpfalz durch den deutlich zu warmen Winter die Mandelbl\u00fcte ein. Am 22. kletterte die Temperatur verbreitet auf fr\u00fchlingshafte 13 Grad, so in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Andernach. In der Nacht zum 23. lie\u00df dann eine von Norden heranziehende Kaltfront das Quecksilber in Andernach bis auf 0 Grad sinken. Die Niederschl\u00e4ge gingen bis ins Flachland in Schnee \u00fcber. Dieser erreichte in H\u00f6henlagen bis zu 12 cm.<\/p>\n<p>Saarland: Das Saarland verzeichnete im Februar 2016 durchschnittlich 3,6 \u00b0C (1,6 \u00b0C) und knapp 60 Stunden (76 Stunden) Sonnenschein. Mit rund 140 l\/m\u00b2 \u00fcbertraf es sein Soll (72 l\/m\u00b2) um etwa 200 Prozent und war damit das niederschlagsreichste Bundesland. Starke, oft anhaltende Niederschl\u00e4ge, die am 8. und 9. mit teilweise 60 l\/m\u00b2 \u00f6rtlich fast das ganze Monatssoll brachten, lie\u00dfen zeitweise Gew\u00e4sser \u00fcber die Ufer treten.<\/p>\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg: In Baden-W\u00fcrttemberg lag die mittlere Temperatur bei 3,5 \u00b0C (0,5 \u00b0C). Die deutschlandweit niedrigste Temperatur wurde am 27. Leutkirch-Herlazhofen im Allg\u00e4u mit nur -12,7 \u00b0C gemessen. Mit rund 50 Stunden (76 Stunden) war<br \/>\nBaden-W\u00fcrttemberg ein sonnenscheinarmes und mit zirka 105 l\/m\u00b2 (68 l\/m\u00b2) ein niederschlagsreiches Bundesland. Der meiste Regen und Schnee mit teilweise \u00fcber 270 l\/m\u00b2 fiel im Schwarzwald.<\/p>\n<p>Bayern: Bayern z\u00e4hlte mit 3,1 \u00b0C (-0,6 \u00b0C) zu den k\u00e4lteren Bundesl\u00e4ndern. Dennoch wurde die bundesweit h\u00f6chste Temperatur in Bayern gemessen: Am 22. zeigte das Thermometer in Piding, nord\u00f6stlich von Bad Reichenhall, 20,0 \u00b0C. Der Niederschlag lag in Bayern bei etwa 85 l\/m\u00b2 (58 l\/m\u00b2) und der Sonnenschein bei rund 55 Stunden (78 Stunden). Oberfranken verzeichnete den wenigsten Sonnenschein. Die anf\u00e4nglich recht gute Schneesituation in den Wintersportorten aus der zweiten Januarh\u00e4lfte verschlechterte sich im Februar durch die h\u00e4ufige Zufuhr milder Luft wieder deutlich. Geringe Schneemengen tauten meist wieder recht wieder schnell weg.<\/p>\n<p>Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorl\u00e4ufige Werte. Die f\u00fcr die letzten zwei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Hinweis: Die bundesweiten Spitzenreiter bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer finden Sie jeweils am zweiten Tag des Folgemonats als \u201eThema des Tages\u201c unter www.dwd.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschlandwetter im Februar 2016 Sehr mild, mit wenig Schnee, viel Regen und wenig Sonnenschein Offenbach, 29. Februar 2016 \u2013 Im Februar 2016 herrschte in Deutschland nur an wenigen Tagen Hochdruckeinfluss mit trockenem und sonnigem Wetter. 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