{"id":5591,"date":"2016-11-11T13:37:10","date_gmt":"2016-11-11T11:37:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=5591"},"modified":"2016-11-11T13:37:10","modified_gmt":"2016-11-11T11:37:10","slug":"supermond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/supermond\/","title":{"rendered":"&#8222;Supermond&#8220;"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">&#8222;Supermond&#8220;<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nW\u00e4hrend des bevorstehenden Vollmonds am 14.11. ist die Entfernung Mond &#8211; Erde besonders gering. Einige Fakten dazu sowie einen Blick auf das &#8222;Mondbeobachtungswetter&#8220; finden Sie im heutigen Thema des Tages.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon seit einiger Zeit nimmt in den Medien die oft als &#8222;Supermond&#8220; bezeichnete Vollmondphase am 14.11. dieses Jahres, also am bevorstehenden Montag, einen breiten Raum ein. Die Faszination dieser Vollmondphase liegt darin begr\u00fcndet, dass der Mond auf seiner Bahn um die Erde dieser besonders nahe kommt. Genauer gesagt steht der Mond im sogenannten Perig\u00e4um seiner Bahn und hat damit \u00fcblicherweise einen Abstand von etwa 357.000 Kilometern zur Erde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am kommenden Montag sind sich Erde und Mond sogar noch etwa 1000 Kilometer n\u00e4her. Dies liegt daran, dass die Mondbahn im Schwerefeld der Sonne bzw.im Schwerefeldsystem Sonne-Erde permanenten Ver\u00e4nderungen unterworfen ist, was beim aktuellen Mondumlauf f\u00fcr eine besonders geringe Distanz sorgt. Wie selten dies vorkommt, sieht man auch daran, dass es noch eine ganze Weile dauert, bis der Mond der Erde erneut so nahe kommt wie dieser Tage. Erst am 25.11.2034 ist es wieder soweit. Durch die geringe Entfernung zur Erde wirkt der Mond gr\u00f6\u00dfer als sonst, woraus sich auch die zwar popul\u00e4re, aber nicht wissenschaftliche Bezeichnung &#8222;Supermond&#8220; ableitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch trotz der seltenen Konstellation k\u00f6nnte ein ge\u00fcbter Querulant nat\u00fcrlich ein Haar in der Suppe finden. Da w\u00e4re zum einen die Tatsache, dass der Zeitpunkt des Vollmonds und der Zeitpunkt der geringsten Entfernung Erde-Mond um 2 Stunden zeitversetzt auftreten. Und man k\u00f6nnte sich dar\u00fcber \u00e4rgern, dass der Vollmond, also genau der Bahnpunkt, an dem der Mond exakt auf der sonnenabgewandten Seite der Erde steht, in Deutschland gar nicht sichtbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings werden diese Details dem Beobachter mit blo\u00dfem Auge kaum auffallen. So wird der Mond, wenn er morgens untergeht, ebenso als Vollmond wahrgenommen wie am Nachmittag, wenn er wieder aufgeht. Wobei die genauen Auf- und Untergangszeiten von Ort zu Ort leicht differieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Womit wir bei der meteorologischen Fragestellung w\u00e4ren: Wo kann man das Spektakel denn nun am besten verfolgen? F\u00fcr den untergehenden Mond am Morgen zeichnen sich im Norden und in der Mitte Deutschlands die besten Bedingungen ab. Hier sollte es verbreitet wolkenlos sein. Ein gro\u00dfes Fragezeichen muss man allerdings in Bezug auf den Nebel machen. Dichte Nebelfelder k\u00f6nnten in den genannten Gebieten die Mondbeobachtung verhindern. Im S\u00fcden wird es ausgangs der Nacht zumindest gebietsweise wolkig sein. Wer dort Gl\u00fcck hat, der kann den Mond durch hohe Schleierwolken sehen. Wer Pech hat, dem verdecken dichte und tiefe Wolken die Sicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wie sieht es am sp\u00e4ten Nachmittag und Abend aus, wenn der Mond wieder aufgegangen ist? Dann k\u00f6nnen die Mondbeobachter vom Nordosten bis in den S\u00fcden mit recht guten Bedingungen rechnen, wolkenlos sollte es dort sein, oder es ziehen nur ein paar d\u00fcnne hohe Wolken durch. Dazu gilt, dass sich noch kein Nebel gebildet haben sollte, allenfalls etwas tr\u00fcbe kann es schon sein. Dem gegen\u00fcber zeigt sich dann der Nordwesten unter dichten Wolken. Hier ist aber noch nicht ganz klar, wie weit diese Wolken schon ins Land gezogen sein werden. Mit etwas Gl\u00fcck kann man auch an der Weser noch das Fernglas oder Teleskop auspacken. Wenn es dagegen schlecht l\u00e4uft, f\u00e4llt die Mondbeobachtung von der Ems bis in den Westen Mecklenburgs aus, und wenn es ganz schlecht l\u00e4uft, f\u00e4llt sie sogar ins Wasser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dipl.-Met. Martin Jonas<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 11.11.2016<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Copyright (c) Deutscher Wetterdienst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Supermond&#8220; W\u00e4hrend des bevorstehenden Vollmonds am 14.11. ist die Entfernung Mond &#8211; Erde besonders gering. Einige Fakten dazu sowie einen Blick auf das &#8222;Mondbeobachtungswetter&#8220; finden Sie im heutigen Thema des Tages. 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