{"id":620,"date":"2015-06-17T10:55:26","date_gmt":"2015-06-17T10:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=620"},"modified":"2015-06-17T10:55:26","modified_gmt":"2015-06-17T10:55:26","slug":"trockenheit-in-weiten-teilen-deutschlands-ist-ein-ende-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/trockenheit-in-weiten-teilen-deutschlands-ist-ein-ende-in-sicht\/","title":{"rendered":"Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands &#8211; Ist ein Ende in Sicht?"},"content":{"rendered":"<h2>Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands &#8211; Ist ein Ende in Sicht?<\/h2>\n<div>In nahezu allen Regionen Deutschlands f\u00e4llt die erste Junih\u00e4lfte zu trocken aus. Eine Ausnahme stellen hier nur einzelne Regionen dar, an denen sich kr\u00e4ftige, teils auch unwetterartige Gewitter mit Starkregen entluden. Auch wenn dies dort vorerst zu einer Entspannung bzgl. der Trockenheit f\u00fchrte, so bedeuteten die Starkregenf\u00e4lle f\u00fcr einige Staatsb\u00fcrger die n\u00e4chste Katastrophe. Die gro\u00dfen Regenmengen, die innerhalb kurzer Zeit fielen, konnten von dem ausgetrockneten Boden nicht direkt aufgenommen werden. Dies sorgte z. B. am vergangenen Wochenende in Oberstdorf f\u00fcr eine Schlammlawine, die viele H\u00e4user unbewohnbar machte. Bevor wir einen Blick auf die kommenden Tage werfen, soll zun\u00e4chst die Niederschlagsverteilung der ersten Junih\u00e4lfte Aufschluss \u00fcber die Trockenheit in Deutschland geben.Besonders trocken war es bis zum 15. Juni im Westen, in der Mitte und im Nordosten Deutschlands. Im landesweiten Vergleich ist in Mecklenburg-Vorpommern mit einem mittleren Niederschlagsaufkommen von nur 5,7 mm am wenigsten Regen gefallen. Dies entspricht zur Monatsmitte nur 9,4 % des Monatsmittelwertes. Direkt danach folgen die Bundesl\u00e4nder Niedersachsen und das Saarland. Dort sind innerhalb der ersten 15 Tage im Monat Juni im Durchschnitt 7,3 mm an Niederschlag gefallen. Dies entspricht im Saarland 9,4 % und in Niedersachsen 9,5 % des Monatssolls. Ebenfalls unter 10 mm lag das bisherige mittlere Niederschlagsaufkommen in Hessen (8,0 mm), NRW (8,3 mm) und in Sachsen-Anhalt mit 9,8 mm.<\/p>\n<p>Die besonders &#8222;niederschlagsreichen&#8220; Regionen, jedoch nur im Vergleich zu den bereits oben genannten trockenen Gebieten gesehen, sind Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern. Beg\u00fcnstigt durch die in der ersten Monatsh\u00e4lfte h\u00e4ufiger aufgetretenen Gewitter, fielen an den baden-w\u00fcrttembergischen Wetterstationen im Mittel 47,2 mm und an den bayerischen Stationen 43,7 mm. Dies entspricht allerdings durch das im S\u00fcden Deutschlands allgemein h\u00f6here Niederschlagsaufkommen im Juni in Baden-W\u00fcrttemberg 45,4 % bzw. in Bayern 40 % des Monatsmittels.<\/p>\n<p>Zieht man f\u00fcr einen Vergleich einzelne Wetterstationen zurate, so werden die Unterschiede noch deutlicher. Kaum nennenswerte Niederschlagsmengen wurden an mehreren Stationen in Niedersachsen gemessen. Im Zeitraum vom 1. bis 15. Juni stellt die Region rund um Hannover die trockenste Region Deutschlands dar. In B\u00fcckeburg wurden in diesem Zeitraum gerade einmal 0,1 mm registriert. Aber auch an den Stationen Celle-Wietzenbruch waren es mit 0,2 mm sowie in Hannover-Langenhagen mit 0,3 mm nicht wesentlich mehr.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chsten Niederschlagssummen gab es vor allem an Stationen am Alpenrand bzw. im Alpenvorland. R\u00fcckblickend auf die starken Gewitter am vergangenen Wochenende trugen diese zum Gro\u00dfteil zu den bisherigen gefallenen Niederschlagsmengen bei. In Wielenbach (westlich des Starnberger Sees) sind mit 119,1 mm bereits 85,3 % der mittleren Niederschlagsmenge f\u00fcr den Monat Juni gefallen. Aber auch im S\u00fcden Baden-W\u00fcrttembergs gibt es einige Messstationen, die zur Monatsmitte nahezu ihr gesamtes Monatssoll erreicht haben. In Friedrichshafen-Unterraderach am Bodensee fielen alleine am Sonntag, den 14. Juni, durch wiederholt auftretende Gewitter 76,3 mm innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt schlugen dort 114,2 mm zu Buche, was etwa 93 % der im Mittel zu erwartenden monatlichen Regenmenge entspricht. An dritter Stelle liegt die Station Klippeneck auf der Schw\u00e4bischen Alb. Dort betrug die aufsummierte Regenmenge bis zum 15. Juni 111,3 mm (entspricht 92,6 % des Monatsmittels), wobei am vergangenen Sonntag mit 63,7 mm ebenfalls mehr als die H\u00e4lfte der bisher gefallenen Niederschl\u00e4ge an einem Tag auftraten.<\/p>\n<p>Schauen wir nun auf die Wetterentwicklung der kommenden Tage. Deutet sich in weiten Teilen Deutschlands ein Ende der Trockenheit an oder geht das Warten auf das schon lange ben\u00f6tigte &#8222;Nass von oben&#8220; weiter?<\/p>\n<p>Am heutigen Mittwochnachmittag und -abend erreicht ein Tiefausl\u00e4ufer den Norden und Nordwesten Deutschlands. Dieser verlagert sich im Laufe des Donnerstags allm\u00e4hlich s\u00fcdostw\u00e4rts, wobei die damit einhergehenden Regenf\u00e4lle am Donnerstagmorgen die Mitte und am Abend den \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten Deutschlands erreichen. Die von den Wettermodellen prognostizierte Niederschlagsaktivit\u00e4t l\u00e4sst erneut nur auf geringe Regenmengen schlie\u00dfen. So werden bis Donnerstagabend verbreitet 1 bis 7 mm in 24 Stunden erwartet. In Staulagen sind lokal auch bis zu 10 mm m\u00f6glich. In der Nacht zum Freitag sowie tags\u00fcber muss vor allem an den Alpen mit weiteren schauerartigen Regenf\u00e4llen gerechnet werden. Dort sind dann auch nochmals gr\u00f6\u00dfere Niederschlagsmengen von bis zu 20 mm\/24h m\u00f6glich. Ansonsten sind vor allem in der Nordh\u00e4lfte im Tagesverlauf nur kurze Schauer zu erwarten, die mit Mengen zwischen 1 und 5 mm in 24 Stunden recht schwach ausfallen. Auch der Samstag gestaltet sich weiterhin wechselhaft mit einzelnen Schauern. Die dabei erwarteten Niederschlagsmengen bleiben mit bis zu 3 mm weiterhin gering.<\/p>\n<p>Insgesamt stellt sich also in den n\u00e4chsten Tagen eine eher wechselhafte Witterungsphase mit zeitweiligen Niederschl\u00e4gen ein. Abgesehen vom Alpenrand werden die dabei erwarteten Regenmengen das Defizit der ersten Monatsh\u00e4lfte jedoch nicht wettmachen k\u00f6nnen. Dennoch ist vielerorts eine kurzzeitige Entspannung der Trockenheit in Sicht. Ob sich die Situation bzgl. der Trockenheit zum Monatsende wiederum versch\u00e4rft oder sich eine grundlegende \u00c4nderung der Wetterlage einstellt, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>M.Sc.-Met. Andreas W\u00fcrtz Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 17.06.2015<\/p>\n<p>Copyright (c) <a href=\"http:\/\/www.dwd.de\" target=\"_blank\">Deutscher Wetterdienst<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands &#8211; Ist ein Ende in Sicht? In nahezu allen Regionen Deutschlands f\u00e4llt die erste Junih\u00e4lfte zu trocken aus. 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