{"id":6220,"date":"2017-01-22T13:10:38","date_gmt":"2017-01-22T11:10:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=6220"},"modified":"2017-01-22T13:11:18","modified_gmt":"2017-01-22T11:11:18","slug":"faszination-winterwetter-eine-gefaehrliche-schoenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/faszination-winterwetter-eine-gefaehrliche-schoenheit\/","title":{"rendered":"Faszination Winterwetter &#8211; eine gef\u00e4hrliche Sch\u00f6nheit"},"content":{"rendered":"<h2>Faszination Winterwetter &#8211; eine gef\u00e4hrliche Sch\u00f6nheit<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDer Winter hat auch weiterhin gro\u00dfe Teile Europas fest im Griff. Aber nicht nur hierzulande gestaltet sich das Wetter winterlich. In den USA &#8222;jagt&#8220; gerade ein Wintersturm den n\u00e4chsten. Bei all der herrlichen &#8222;wei\u00dfen Pracht&#8220; zeigt sich &#8222;Mutter Natur&#8220; einmal mehr von ihrer gef\u00e4hrlichen Seite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangenen Wochen kam es durch rekordverd\u00e4chtige Eisesk\u00e4lte europaweit zu \u00fcber 60 K\u00e4ltetoten. Am 7. Januar, an dem das orthodoxe Weihnachtsfest gefeiert wird, zeigte das Thermometer in Moskau eine Temperatur von -29,9 Grad Celsius an, wie sie an diesem Tag seit knapp 30 Jahren nicht mehr gemessen worden waren. Im nordnorwegischen Kautokeino wurden am 04.01. sogar Temperaturen von -42,4 Grad beobachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Tief EGON, dass in der vergangenen Woche ausgerechnet am Freitag, dem 13.01. f\u00fcr B\u00f6en bis in den Orkanbereich und besonders f\u00fcr die Berglagen auch so einiges an Schnee sorgte, steht seit dem vergangenen Wochenende in Deutschland wieder zunehmender Hochdruckeinfluss durch Hoch &#8222;BRIGITTA&#8220; auf dem Programm. Entsprechend blieb die Wetterk\u00fcche &#8222;kalt&#8220; und beim servierten Wetter wurde deutlich an Gew\u00fcrzen gespart. Nur im Norden und Osten Deutschlands floss etwas feuchtere und mildere Meeresluft ein, die dort zeitweise bei \u00f6rtlichem Spr\u00fchregen und Belagstemperaturen unter dem Gefrierpunkt zu Glatteis f\u00fchrte. Sonst blieb es in der gealterten, eisigen Kaltluft bei Temperaturminima teils unter -20 Grad ruhig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im S\u00fcden Europas geht es in diesem Winter ebenfalls ungew\u00f6hnlich winterlich zu. Besonders die Abruzzen, die als n\u00f6rdlichste Region S\u00fcditaliens gelten, wurden zu Beginn dieser Woche von massiven Schneef\u00e4llen heimgesucht (wir berichteten bereits im gestrigen Thema des Tages). In Valle Castellana, etwa 40 km nordwestlich von Farindola, konnten auf einer H\u00f6he von nur 625 Metern um 2,50 m Neuschnee in etwa 48 Stunden verzeichnet werden. Selbst f\u00fcr die Gipfellagen der Alpen sind diese Neuschneemengen in solch kurzer Zeit nur schwer zu erreichen. Am Mittwochabend kam es dann zu einem Lawinenabgang, bei dem ein Hotel nahe Farindola versch\u00fcttet und etwa 35 Personen eingeschlossen wurden. Es wird vermutet, dass die Lawine durch mehrere Erdbeben, die diese Region vergleichsweise besonders h\u00e4ufig heimsuchen, ausgel\u00f6st wurde. Aufgrund der f\u00fcr die Region au\u00dfergew\u00f6hnlichen Schneemassen wurden Rettungsaktionen deutlich erschwert. Trotzdem gab es am vergangenen Freitag die freudige Nachricht von 9 \u00dcberlebenden, die zwischenzeitlich aus den wei\u00dfen Massen befreit werden konnten, nachdem sie \u00fcber 40 Stunden lang bei eisiger K\u00e4lte eingeschlossen waren. In weiteren Regionen Mittelitaliens sind ebenfalls viele Haushalte bereits seit mehreren Tagen ohne Strom und Heizung oder teilweise sogar komplett von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nicht nur Europa bekommt zurzeit die Launen des Winters zu sp\u00fcren. Auch in Teilen der USA zeigt sich der Winter von seiner beeindruckenden Seite. Dort sorgte zun\u00e4chst der Wintersturm JUPITER zu Beginn der letzten Woche an der Westk\u00fcste f\u00fcr \u00fcber 30 cm Schnee, was in der Metropolregion um Portland (Oregon) laut dem amerikanischen Wetterdienst seit etwa 22 Jahren nicht mehr beobachtet werden konnte. Auch das Hochgebirge der Sierra Nevada hatte mit heftigem Schneefall von bis zu 2 m in 48 Stunden zu k\u00e4mpfen. \u00dcber eine Woche akkumuliert konnten dort sogar Schneemengen von teils \u00fcber 3,50 m registriert werden. Im weiteren Verlauf der Woche griff JUPITER auf den zentralen S\u00fcden und den Mittleren Westen \u00fcber. Von Texas \u00fcber Oklahoma und Kansas bis nach Kentucky und Indiana ging der Schnee auch teilweise in Regen \u00fcber, der bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes zu extremem Glatteis f\u00fchrte. Im Gegensatz zu dem zwar nicht zu verharmlosenden Glatteis im Norden und Osten Deutschlands, bei dem \u00f6rtlich &#8222;nur&#8220; etwa 0,1 bis 0,2 mm Regen gefror, f\u00fchrten die in den USA beobachteten Niederschlagssummen zu einem teils 3 cm dicken Eispanzer. In der Folge kam es nicht nur zu massiven Verkehrsbehinderungen, in einigen Regionen kam es zu Ausf\u00e4llen im Stromnetz, \u00c4ste st\u00fcrzten auf die Stra\u00dfen und ganze B\u00e4ume brachen unter der Last des Eises zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Verlauf der vergangenen Woche griff dann der n\u00e4chste Wintersturm namens KORI auf den Westen der USA \u00fcber und sorgte dort besonders in h\u00f6heren Lagen f\u00fcr weitere massive Schneef\u00e4lle. In tieferen Lagen fiel dagegen \u00fcberwiegend Regen, teils konnte jedoch erneut heftiger gefrierender Regen beobachtet werden. So gab es unter anderem im Bundesstaat Washington Meldungen \u00fcber einen bis zu 5 cm dicken Eisansatz. Im weiteren Verlauf \u00fcberquerte KORI die Plains und sorgt aktuell \u00fcberwiegend in den S\u00fcdstaaten f\u00fcr teils heftige Gewitter, ab Montag im Nordosten f\u00fcr einen Mix aus Schnee und Regen. Als w\u00e4re das Ausma\u00df dieser beiden St\u00fcrme nicht beeindruckend genug, so kam es in den vergangenen beiden Wochen besonders in den S\u00fcdstaaten zu kr\u00e4ftigen Gewitterzellen. Dabei konnten teilweise sogar einige Tornados beobachtet werden, die mit erheblichen Sch\u00e4den verbunden waren. Am heutigen Sonntag warnt der amerikanische Wetterdienst erneut in dieser Region vor unwetterartigen Gewittern und einzelnen Tornados.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Westk\u00fcste der USA findet auch weiterhin keine Ruhe. So greift aktuell bereits der n\u00e4chste pazifische Wintersturm auf die westlichen Bundesstaaten \u00fcber. Dabei muss erneut in Berglagen mit starkem Schneefall, in tieferen Lagen mit Regen gerechnet werden. Durch die hohen Niederschlagssummen besteht besonders im von Waldbr\u00e4nden vergangenen Sommer heimgesuchten s\u00fcdlichen Kalifornien die Gefahr von \u00dcberschwemmungen und Schlammlawinen. Im weiteren Verlauf wird auch dieser Sturm, dessen Niederschlag teils als Schnee, teils als Regen niedergehen wird, die USA von den Plains \u00fcber den Mittleren Westen und die Great Lakes hinweg \u00fcberqueren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MSc.-Met. Sebastian Schappert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 22.01.2017<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Copyright (c) Deutscher Wetterdienst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Faszination Winterwetter &#8211; eine gef\u00e4hrliche Sch\u00f6nheit Der Winter hat auch weiterhin gro\u00dfe Teile Europas fest im Griff. Aber nicht nur hierzulande gestaltet sich das Wetter winterlich. In den USA &#8222;jagt&#8220; gerade ein Wintersturm den n\u00e4chsten. 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