{"id":6382,"date":"2017-02-10T13:09:06","date_gmt":"2017-02-10T11:09:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=6382"},"modified":"2017-02-10T13:09:06","modified_gmt":"2017-02-10T11:09:06","slug":"der-mond-ein-staendiger-begleiter-der-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/der-mond-ein-staendiger-begleiter-der-erde\/","title":{"rendered":"Der Mond &#8211; ein st\u00e4ndiger Begleiter der Erde"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">Der Mond &#8211; ein st\u00e4ndiger Begleiter der Erde<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDer Mond! Kein Himmelk\u00f6rper begeistert die \u00d6ffentlichkeit mehr als der st\u00e4ndige Begleiter der Erde. Auch in der Nacht auf Samstag steht er mit einer Halbschattenfinsternis teilweise wieder im Fokus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob als &#8222;Blutmond&#8220;, &#8222;Supermond&#8220; oder einfach nur &#8222;Vollmond&#8220;, der Mond (lateinisch luna) fasziniert viele Menschen auf ganz unterschiedliche Weise. Auch in der Nacht auf den morgigen Samstag r\u00fcckt der Mond mit einer sogenannten &#8222;Halbschattenfinsternis&#8220; wieder in den Fokus. Jedoch kommt das Ereignis f\u00fcr die Beobachter auf der Erde nur wenig spektakul\u00e4r daher. Da der Mond nur durch den Halbschatten der Erde zieht, wird dieser lediglich in einen eher unauff\u00e4lligen Grauschleier verh\u00fcllt. F\u00fcr Fotografen ist das Ereignis normalerweise dennoch ganz nett, da der Mond beim Untergang in der Gegend\u00e4mmerung \u00fcber dem blaugrauen Erdschatten und je nach Standort im Bergschatten selbst steht. Allerdings verdecken vielerorts dichte Wolken den Blick auf den Mond. Die besten Chancen ergeben sich wohl im Nordosten sowie in Teilen der Mitte und des S\u00fcdens von Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als st\u00e4ndiger Begleiter hat der Mond jedoch auch einen gro\u00dfen Einfluss auf das Leben auf der Erde. Um ihn besser von den Trabanten anderer Planeten des Sonnensystems abzugrenzen, wird er oft auch als &#8222;Erdmond&#8220; bezeichnet. Mit einem Durchmesser von 3476 km ist er viermal kleiner als die Erde und gleichzeitig der f\u00fcnfgr\u00f6\u00dfte Mond unter den seinen. Der Abstand zwischen Mond und Erde betr\u00e4gt im Durchschnitt 384400 Km. Er umkreist die Erde auf einer elliptischen Bahn und ben\u00f6tigt daf\u00fcr 29,5 Erdtage (Neumond zu Neumond). Gemeinsam bewegen sich Mond und Erde (Schwerpunkt im Erd-Mondsystem) schlie\u00dflich um die Sonne. Auch aufgrund dieser verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Entfernung ist er bisher der einzige Himmelsk\u00f6rper, den der Mensch neben der Erde jemals betreten hat. Am 20. Juli 1969 war dies der Fall, als Neil Armstrong als Kommandant von Apollo 11 den ersten Fu\u00df auf den Erdtrabanten setzte. Insgesamt gab es im Zeitraum von 1969 bis 1973 weitere f\u00fcnf erfolgreiche Landeversuche der US-Amerikaner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sowohl die mitgebrachten Gesteinsproben als auch die neuste Technik der Observatorien oder der Einsatz von Mondsonden sorgten daf\u00fcr, dass der Mond das am weitesten erforschte Gestirn des Sonnensystems ist. Nach heutiger mehrheitlich akzeptierter Vorstellung ist der Mond in der Fr\u00fchzeit des Sonnensystems durch einen gewaltigen Einschlag auf der Erde entstanden. Bei dem Zusammensto\u00df der Erde mit einem anderen Planeten vor etwa 4,5 Milliarden Jahren wurden viele Tr\u00fcmmerteile freigesetzt, die in Teilen schlie\u00dflich den Mond bildeten und zu einer atmosph\u00e4renlosen Welt machten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Oberfl\u00e4che des Mondes lassen sich durch ein Fernrohr unterschiedliche Gebiete erkennen. Neben den kraterreichen etwas helleren Hochl\u00e4ndern k\u00f6nnen auch die meist runden, etwas dunkleren Tiefebenen (die &#8222;Mare&#8220;) beobachtet werden. W\u00e4hrend die mit zahlreichen Einschlagkratern \u00fcbers\u00e4ten Hochl\u00e4nder auf die Mondentstehung datiert sind, entstanden die &#8222;Mare&#8220; in der letzten Phase vulkanischer Aktivit\u00e4t des Mondes vor etwa 3 bis 4 Milliarden Jahren. Entsprechend der Erde kann man durch die Auswertung der Laufzeitkurven von Mondbahnen auf die physikalischen und geologischen Bedingungen im Inneren des Mondes schlie\u00dfen (vgl. Graphik 1). Analog zur Erde umh\u00fcllt auch den Mond eine Kruste, die sogenannte Mondkruste, die etwa die obersten 80 km (Vorderseite 60km, R\u00fcckseite 100 km) einnimmt. Dieser schlie\u00dft sich der obere Mondmantel an, der bis in Tiefen zwischen 480 und 500 km reicht und aus basaltischem Tiefengestein besteht. Ihm folgen der mittlere Mantel (bis etwa 1000 km) und der untere Mantel (bis etwa 1300 km). Im Inneren soll sich wahrscheinlich ein kleiner Eisenkern befinden, dessen Existenz aus seismischen Daten jedoch noch nicht eindeutig belegt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Himmel ist der Mond meist das auff\u00e4lligste Gestirn, sodass er zusammen mit der Sonne die Kalender der Menschen pr\u00e4gte. Auf seiner Bahn um die Erde variiert er sein Aussehen und durchl\u00e4uft verschiedene Mondphasen (vgl. Graphik 2). Den Beginn macht der Neumond. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond von der Erde aus gesehen in Richtung Sonne und geht mit dieser auf und unter. Weil er uns die Nachtseite zuwendet k\u00f6nnen wir ihn in der Nacht nicht sehen. Nach Neumond bewegt sich der Mond von der Sonne aus gesehen nach Osten und geht daher nach der Sonne unter. In der Abendd\u00e4mmerung ist f\u00fcr die Menschen ein kleiner Teil der Tagesseite des Mondes zu erkennen, was wir im Verlauf als &#8222;zunehmende Mondsichel&#8220; wahrnehmen. Befindet sich der Mond von der Sonne aus schlie\u00dflich neben der Erde, kann man die H\u00e4lfte der Tagseite des Mondes erkennen (&#8222;Zunehmender Halbmond&#8220;). Der Mond geht dann etwa zu Mittag auf und gegen Mitternacht unter. Als &#8222;zunehmenden Mond&#8220; wird nachfolgend die vierte Mondphase bezeichnet, in der sich der Mond weiter als die Erde von der Sonne entfernt. Dabei steigt die Helligkeit des Mondes f\u00fcr die Beobachter betr\u00e4chtlich an und l\u00e4sst den Erdtrabanten bis nach Mitternacht am Himmel strahlen. Steht der Mond von der Sonne aus hinter der Erde, befindet sich die gesamte der Erde zugewandte Mondh\u00e4lfte im Sonnenlicht. Der sogenannte &#8222;Vollmond&#8220; geht bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter. Dieser 5. Mondphase folgen der &#8222;abnehmende Mond&#8220; sowie der &#8222;Abnehmender Halbmond&#8220;. Dabei wandert der Mond um die Erde herum wieder in Richtung Sonne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine &#8222;Mondfinsternis&#8220; ist nur bei Vollmond m\u00f6glich. Bewegt sich der Mond genau in der Verl\u00e4ngerung der Verbindungslinie von Sonne und Erde vorbei, tritt er in den Schatten der Erde und verf\u00e4rbt sich r\u00f6tlich. Insgesamt kann das Spektakel bis zu sechs Stunden andauern und ist von mehr als der halben Welt zu beobachten. Dabei erscheint die ganze Mondscheibe nur noch in einem dunklen Kupferrot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manchmal erscheint den Menschen auf der Erde der Mond besonders gro\u00df, sodass die Medienwelt den Begriff &#8222;Supermond&#8220; erfand. Letztmals war dies wieder Mitte November (15. November) der Fall. Hat der Mond seine erdn\u00e4chste Bahn erreicht, ist der Mond im Vergleich zu dem erdentferntesten Punkt um bis zu 14 Prozent gr\u00f6\u00dfer. In Wirklichkeit kann dieser Unterschied mit dem Auge jedoch kaum wahrgenommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dipl.-Met. Lars Kirchh\u00fcbel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 10.02.2017<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Copyright (c) Deutscher Wetterdienst<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"6383\" data-permalink=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/der-mond-ein-staendiger-begleiter-der-erde\/img_2943\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943.jpg\" data-orig-size=\"322,251\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Der Mond &amp;#8211; ein st\u00e4ndiger Begleiter der Erde\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943-300x234.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943.jpg\" class=\"alignnone size-full wp-image-6383\" src=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943.jpg 322w, https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_2943-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mond &#8211; ein st\u00e4ndiger Begleiter der Erde Der Mond! 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