{"id":736,"date":"2015-06-26T11:27:05","date_gmt":"2015-06-26T09:27:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/?p=736"},"modified":"2015-06-26T11:27:05","modified_gmt":"2015-06-26T09:27:05","slug":"deutscher-wetterdienst-zum-agrarwetter-im-fruehling-2015%ef%bb%bf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hossi-im-netz.de\/wordpress\/deutscher-wetterdienst-zum-agrarwetter-im-fruehling-2015%ef%bb%bf\/","title":{"rendered":"Deutscher Wetterdienst zum Agrarwetter im Fr\u00fchling 2015\ufeff"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/appmanager\/bvbw\/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;T98029gsbDocumentPath=Content%2FPresse%2FPressemitteilungen%2F2015%2F20150626__Agrarwetter__Fr_C3_BChling__news.html&amp;_pageLabel=dwdwww_menu2_presse&amp;switchLang=de\" target=\"_blank\">Deutscher Wetterdienst zum Agrarwetter im Fr\u00fchling 2015<\/a><\/h3>\n<blockquote><p>Trockenheit und frostige N\u00e4chte bremsten die Pflanzenentwicklung im Fr\u00fchling<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Offenbach, 26. Juni 2015 \u2013 Wie schon im Vorjahr war der Fr\u00fchling 2015 insgesamt warm, sonnenscheinreich und vor allem trocken. Nach einem fr\u00fchlingshaften M\u00e4rz, der die landwirtschaftlichen Arbeiten in Schwung brachte, folgte ein trockener April, der erste Beregnungen erforderte. Im Mai spitzte sich die Trockenheit in der Mitte Deutschlands zu, wohingegen es im Norden und im S\u00fcden teils \u00fcberdurchschnittlich viel regnete. Da bis in den Mai noch einige N\u00e4chte mit Bodenfrost auftraten, war die ph\u00e4nologische Entwicklung der Kulturen ein wenig versp\u00e4tet. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) \u00fcber die Auswirkungen des Wetters auf die Landwirtschaft in Deutschland im Fr\u00fchling 2015.<\/p>\n<p><strong>Meist fr\u00fchlingshafte Witterung im M\u00e4rz &#8211; Start der landwirtschaftlichen Arbeiten <\/strong><br \/>\nPassend zum Fr\u00fchlingsbeginn zeigte sich der M\u00e4rz \u00fcberdurchschnittlich warm und sonnig. Die Niederschlagsbilanz war insgesamt nahezu ausgeglichen, wobei die meisten Niederschl\u00e4ge zum Monatsende fielen. Trotz der \u00fcberwiegend milden Temperaturabschnitte gab es regional, besonders im Osten, noch viele Tage mit Bodenfrost. Dennoch konnten die landwirtschaftlichen Arbeiten meist problemlos starten. Die Sommerungen wurden ausgebracht und gebietsweise konnten schon Zuckerr\u00fcben gedrillt und Kartoffeln gelegt werden. Vielfach begann das Ergr\u00fcnen des Dauergr\u00fcnlandes. Einhergehend mit den Wachstumsregungen in der Natur begannen gebiets- und zeitweise auch die Rapssch\u00e4dlinge aktiv zu werden. Wo es n\u00f6tig war, fanden dementsprechend Pflanzenschutzma\u00dfnahmen statt. In weit entwickelten Best\u00e4nden kamen au\u00dferdem die ersten Wachstumsregler zum Einsatz.<\/p>\n<p><strong>Von Aprilwetter kaum eine Spur \u2013 trockene B\u00f6den und erste Waldbr\u00e4nde<\/strong><br \/>\nDer April fiel insgesamt warm, trocken und sonnig aus. Lediglich zu Beginn und zum Monatsende machte er seinem Namen Ehre. Im Monatsverlauf trockneten die B\u00f6den fortw\u00e4hrend ab, so dass anstehende Feldarbeiten meist problemlos durchgef\u00fchrt werden konnten. Zuckerr\u00fcben, Kartoffeln und Mais konnten bestellt werden und fingen an aufzulaufen. Das Wintergetreide ging derweil allm\u00e4hlich in die ph\u00e4nologische Phase des Schossens \u00fcber. Trotz der ansteigenden Temperaturen traten allerdings noch immer einige N\u00e4chte mit Bodenfrost auf. Dies f\u00fchrte dazu, dass die Vegetation keinen wesentlichen Entwicklungsvorsprung zeigte, so wie es noch im Vorjahr der Fall gewesen war. Die Trockenheit f\u00fchrte zu vereinzelten kleinen Waldbr\u00e4nden und \u00f6rtlich muss-ten die ersten Beregnungsanlagen in Betrieb genommen werden. Der Vorteil der tro-ckenen Witterung war, dass sich die Gefahr von Pilzkrankheiten in Grenzen hielt.<\/p>\n<p><strong>Ein Spektrum von sehr trocken bis nass im Mai \u2013 Vegetation leicht im R\u00fcckstand<\/strong><br \/>\nInsgesamt war der Mai nahezu temperaturnormal, tr\u00fcb und zu trocken. Die Nieder-schlagsverteilung wies allerdings eine gro\u00dfe r\u00e4umliche Differenzierung auf: Im Norden und im S\u00fcden war es eher nass, w\u00e4hrend die Mitte Deutschlands unter starker Trockenheit litt. Trockene Phasen wurden verbreitet f\u00fcr Silage- und Heuschnitte genutzt. Wo feuchte Bedingungen herrschten, die Pilzinfektionen beg\u00fcnstigen, waren Pflanzenschutzma\u00dfnahmen ein gro\u00dfes Thema. In den trockenen Regionen liefen hingegen die Beregnungsanlagen, auch die Waldbrandgefahr stieg an. Vielerorts trat in den N\u00e4chten noch Bodenfrost auf. Dies war mitunter ein Grund daf\u00fcr, dass die ph\u00e4nologische Entwicklung der Kulturen leicht im R\u00fcckstand war. Im Monatsverlauf sind Mais und Kartof-feln aufgelaufen und die Kartoffelbest\u00e4nde waren zum Monatsende einigerorts ge-schlossen. Die Wintergerste ging Anfang des Monats und der Winterweizen zum Ende des Monats in die Phase des \u00c4hrenschiebens \u00fcber.<\/p>\n<p><em>Hinweis an die Redaktion<\/em><br \/>\n<em>Die nachfolgenden Abbildungen k\u00f6nnen unter <a class=\"RichTextExtLink\" title=\"Link zu www.dwd.de\/presse\" href=\"http:\/\/www.dwd.de\/presse\" target=\"_blank\"><u><span style=\"color: #000080;\">www.dwd.de\/presse<\/span><\/u><\/a> als Anhang zu dieser Pressemitteilung geladen werden. Mehr dazu und weitere Informationen zum Wetter f\u00fcr die Landwirtschaft finden Sie unter <a class=\"RichTextExtLink\" title=\"Neues Fenster: Externer Link zu Agrarwetter\" href=\"http:\/\/www.dwd.de\/agrowetter\" target=\"_self\"><u><span style=\"color: #000080;\">www.agrowetter.de<\/span><\/u><\/a> und <a class=\"RichTextExtLink\" title=\"Neues Fenster: Externer Link zu Twitter Agrar\" href=\"https:\/\/twitter.com\/DWD_agrar\" target=\"_self\"><u><span style=\"color: #000080;\">www.twitter.com\/dwd_agrar<\/span><\/u><\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Abbildung 1 zur Pressemitteilung:<\/p>\n<p><strong>Bodenfeuchtesituation am 24. April und am 20. Mai 2015<\/strong><\/p>\n<table>\n<colgroup>\n<col \/>\n<col \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<div><a title=\"PosterAnsehen\" href=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/generator\/DWDWWW\/Content\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/Bilder\/Agrarwetter__Fr_C3_BChling__Abb1a,templateId=poster,property=poster.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"artikel-text-image-center-image\" title=\"Bodenfeuchtesituation am 24. April 2015\" src=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/generator\/DWDWWW\/Content\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/Bilder\/Agrarwetter__Fr_C3_BChling__Abb1a,property=default.jpg\" alt=\"Bodenfeuchtesituation am 24. April 2015\" longdesc=\"Agrarwetter_Fr\u00fchling_Abb1a\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"ImageSource\">Quelle: DWD<\/span><\/div>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<div><a title=\"PosterAnsehen\" href=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/generator\/DWDWWW\/Content\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/Bilder\/Agrarwetter__Fr_C3_BChling__Abb1b,templateId=poster,property=poster.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"artikel-text-image-center-image\" title=\"Bodenfeuchtesituation am 20. Mai 2015\" src=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/generator\/DWDWWW\/Content\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/Bilder\/Agrarwetter__Fr_C3_BChling__Abb1b,property=default.jpg\" alt=\"Bodenfeuchtesituation am 20. Mai 2015\" longdesc=\"Agrarwetter_Fr\u00fchling_Abb1b\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"ImageSource\">Quelle: DWD<\/span><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In Abbildung 1 ist in der linken Grafik die Bodenfeuchtesituation am 24. April 2015 dar-gestellt. Die Werte sind ausgedr\u00fcckt in Prozent nutzbarer Feldkapazit\u00e4t (nFK) und be-ziehen sich auf sandigen Lehm unter Gras, in einer Schicht von 0-60 cm. In Branden-burg lagen die Werte zu diesem Zeitpunkt regional schon bei weniger als 50% nFK, im restlichen Deutschland meist zwischen 60 und 80% nFK.<\/p>\n<p>Am 20. Mai 2015 (rechte Grafik) hatte sich die Situation mit Werten verbreitet zwischen 50 und 60% nFK versch\u00e4rft, wobei hier eine deutliche Differenzierung zwischen dem trockenen Mitteldeutschland und dem nassen Nord- und vor allem S\u00fcddeutschland zu erkennen ist.<\/p>\n<p>Abbildung 2 zur Pressemitteilung:<\/p>\n<p><strong>Extreme Bodenfeuchtesituation am 8. Juni 2015<\/strong><\/p>\n<div><a title=\"PosterAnsehen\" href=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/generator\/DWDWWW\/Content\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/Bilder\/Agrarwetter__Fr_C3_BChling__Abb2,templateId=poster,property=poster.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"artikel-text-image-center-image\" title=\"Bodenfeuchtesituation am 8. Juni 2015\" src=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/generator\/DWDWWW\/Content\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/Bilder\/Agrarwetter__Fr_C3_BChling__Abb2,property=default.jpg\" alt=\"Bodenfeuchtesituation am 8. Juni 2015\" longdesc=\"Agrarwetter_Fr\u00fchling_Abb2\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"ImageSource\">Quelle: DWD<\/span><\/div>\n<p>Index Min<br \/>\n0 \u2013 keine Minima unterschritten<br \/>\n1 \u2013 der drittniedrigste Bodenfeuchtewert wird unterschritten<br \/>\n2 \u2013 der zweitniedrigste Bodenfeuchtewert wird unterschritten<br \/>\n3 \u2013 der niedrigste Bodenfeuchtewert wird unterschritten \u2013 neues absolutes Minimum<\/p>\n<p>F\u00fcr jeden Rasterpunkt werden f\u00fcr den betrachteten Tag aus dem Zeitraum 1961 bis zum letzten Jahr die drei geringsten Bodenfeuchten bestimmt. F\u00fcr denselben Tag im aktuellen Jahr werden diejenigen Gebiete gekennzeichnet, in denen einer der drei Minima unterschritten wird.<\/p>\n<p>Abbildung 2 zeigt die Extremwerte der Bodenfeuchte am 8. Juni 2015. Die Werte be-ziehen sich auf einen leichten Boden unter Wintergetreide in einer Schicht von 0-60 cm. Die Graphik zeigt, dass auf 45% der Fl\u00e4che Deutschlands seit 1961 ein neues absolutes Minimum der Bodenfeuchte erreicht worden ist (Index 3 \u2013 rot). Betroffen sind die Bundesl\u00e4nder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bran-denburg, Sachsen, Th\u00fcringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Bodenfeuchte lag hier meist unter 40% nutzbarer Feldkapazit\u00e4t (nFK).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutscher Wetterdienst zum Agrarwetter im Fr\u00fchling 2015 Trockenheit und frostige N\u00e4chte bremsten die Pflanzenentwicklung im Fr\u00fchling &nbsp; Offenbach, 26. Juni 2015 \u2013 Wie schon im Vorjahr war der Fr\u00fchling 2015 insgesamt warm, sonnenscheinreich und vor allem trocken. 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