Brachwitzer Wetterjournal – Oktober 2026
Zwischen goldenem Herbst, spätsommerlicher Wärme und dem ersten Frost
25,8 °C zum Monatsauftakt · 10,99 °C Monatsmittel · 239 Sonnenstunden · 28,2 l/m² Niederschlag
Der Oktober 2026 zeigte sich in Brachwitz als abwechslungsreicher Herbstmonat mit bemerkenswerten Gegensätzen. Während gleich am ersten Tag noch einmal sommerliche Temperaturen erreicht wurden, brachte der weitere Monatsverlauf zunehmend herbstliche Verhältnisse. Am 20. Oktober sank die Temperatur schließlich erstmals unter den Gefrierpunkt.
Mit einer Mitteltemperatur von 10,99 °C lag der Oktober um 1,19 Kelvin über dem in WSWin hinterlegten Normalwert von 9,80 °C. Gleichzeitig brachte der Monat zahlreiche freundliche Abschnitte mit insgesamt 239 Stunden und 41 Minuten Sonnenschein.
Beim Niederschlag blieb die Bilanz trotz 19 Regentagen leicht unter dem Normalwert. Insgesamt fielen 28,2 l/m² – das entspricht 94,9 % des WSWin-Normalwertes.
Der Oktober war damit überdurchschnittlich warm, sonnig und nur geringfügig zu trocken.

Der Oktober 2026 auf einen Blick
| Messgröße | Oktober 2026 |
|---|---|
| Monatsmitteltemperatur | 10,99 °C |
| WSWin-Normalwert Temperatur | 9,80 °C |
| Temperaturabweichung | +1,19 K |
| Höchsttemperatur | 25,8 °C am 1. Oktober |
| Tiefsttemperatur | −1,4 °C am 20. Oktober |
| Durchschnittliche Tageshöchsttemperatur | 16,2 °C |
| Durchschnittliche Tagestiefsttemperatur | 6,2 °C |
| Warme Tage (mindestens 20 °C) | 5 |
| Sommertage (mindestens 25 °C) | 1 |
| Heiße Tage (mindestens 30 °C) | 0 |
| Frosttage | 1 |
| Eistage | 0 |
| Niederschlag | 28,2 l/m² |
| WSWin-Normalwert Niederschlag | 29,7 l/m² |
| Niederschlagsabweichung | −1,5 l/m² |
| Regentage | 19 |
| Sonnenscheindauer | 239 Stunden 41 Minuten |
| Sonnigster Tag | 4. Oktober, 9 Stunden 38 Minuten |
| Stärkste Windböe | 51,5 km/h am 8. Oktober |
| Mittlere Windgeschwindigkeit | 6,6 km/h |
| Windlauf | 4.897 km |
| Vorherrschende Windrichtung | Südwest |

Temperatur – ein Sommertag und der erste Frost
Der Oktober begann mit einem eindrucksvollen letzten Aufbäumen des Sommers. Bereits am 1. Oktober um 15:00 Uhr erreichte die Wetterstation Brachwitz eine Höchsttemperatur von 25,8 °C.
Damit wurde gleich am ersten Tag die Schwelle eines Sommertages überschritten. Für einen Oktober ist das ein bemerkenswert hoher Wert, der deutlich über den üblichen herbstlichen Temperaturen liegt.
In den darauffolgenden Tagen setzte eine Abkühlung ein. Die Tageshöchstwerte gingen zurück, und zunehmend bestimmten mildere bis kühlere Luftmassen das Wettergeschehen.
Über den gesamten Monat wurden dennoch fünf warme Tage mit mindestens 20 °C registriert. Ein Tag erreichte mindestens 25 °C. Heiße Tage mit 30 °C oder mehr gab es dagegen nicht.
Besonders deutlich zeigte sich der herbstliche Charakter in den Nächten.
Am 20. Oktober um 07:53 Uhr sank die Temperatur auf −1,4 °C. Damit wurde der erste und einzige Frosttag des Monats registriert.
Zwischen dem höchsten und niedrigsten Messwert lagen somit 27,2 Kelvin.
Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur betrug 16,2 °C, während die durchschnittliche Tagestiefsttemperatur bei 6,2 °C lag.
Das Monatsmittel erreichte 10,99 °C. Gegenüber dem WSWin-Normalwert von 9,80 °C ergibt sich eine positive Abweichung von 1,19 Kelvin.
Der Oktober war damit trotz der frostigen Nacht insgesamt ein überdurchschnittlich warmer Monat.
Sonnenschein – fast 240 Stunden Herbstsonne
Auch die Sonnenscheinbilanz fällt bemerkenswert aus.
Insgesamt registrierte die Wetterstation 239 Stunden und 41 Minuten Sonnenschein. Das entspricht durchschnittlich etwa 7 Stunden und 44 Minuten pro Kalendertag.
Der sonnigste Tag war der 4. Oktober. An diesem Tag summierte sich die Sonnenscheindauer auf 9 Stunden und 38 Minuten.
Die höchste gemessene Solarstrahlung wurde am 11. Oktober um 12:37 Uhr mit 726 W/m² registriert.
Die Sonnenscheingrafik zeigt, dass sich über den gesamten Monat zahlreiche freundliche Abschnitte verteilten. Selbst im letzten Monatsdrittel wurden an mehreren Tagen noch längere sonnige Phasen verzeichnet.
Dabei nahm die astronomisch mögliche Tageslänge im Laufe des Oktobers deutlich ab. Die Sonne stand zunehmend tiefer, und die Tage wurden spürbar kürzer.
Trotzdem bot der Oktober viele Gelegenheiten, die herbstliche Landschaft rund um Brachwitz bei Sonnenschein zu erleben.

Niederschlag – viele Regentage, aber kaum ergiebiger Regen
Der Oktober brachte insgesamt 28,2 l/m² Niederschlag.
An 19 Tagen wurde messbarer Niederschlag registriert. Damit regnete es an mehr als der Hälfte aller Oktobertage.
Die Verteilung zeigt allerdings, dass es sich überwiegend um geringe Mengen handelte.
Nur vier Tage brachten mehr als 2 l/m². An lediglich zwei Tagen wurden mehr als 5 l/m² erreicht. Kein einziger Tag überschritt die Marke von 10 l/m².
Die höchste Tagesmenge fiel am 8. Oktober mit 6,4 l/m².
Der in WSWin hinterlegte Normalwert beträgt 29,7 l/m². Mit 28,2 l/m² wurden somit 94,9 % des Normalwerteserreicht.
Das Niederschlagsdefizit betrug lediglich 1,5 l/m².
Der Oktober war nach dieser Vergleichsgröße also nur geringfügig zu trocken.
Interessant ist jedoch die andere Perspektive: Die eigene langjährige Stationsstatistik seit 2009 weist für den Oktober einen durchschnittlichen Niederschlag von etwa 37,4 l/m² aus.
Gegenüber diesem Stationsmittel lag der Oktober 2026 rund 9,2 l/m² beziehungsweise knapp 25 % darunter.
Beide Vergleiche sind richtig, verwenden jedoch unterschiedliche Bezugsgrößen.
Der Monat zeigt damit besonders anschaulich, warum es bei klimatologischen Bewertungen wichtig ist, den verwendeten Vergleichszeitraum zu nennen.

Wind – Südwest dominierte, zeitweise kräftige Böen
Die Windverhältnisse zeigten im Oktober eine Mischung aus ruhigen Tagen und zeitweise lebhafteren Wetterabschnitten.
Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug 6,6 km/h.
Über den gesamten Monat summierte sich der Windlauf auf 4.897 Kilometer.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 8. Oktober um 11:56 Uhr mit 37,3 km/h gemessen.
Nur wenige Minuten zuvor, um 11:53 Uhr, registrierte die Wetterstation die stärkste Windböe des Monats mit 51,5 km/h aus Südost.
Die Windrichtungsverteilung zeigt, dass Südwest mit 14,9 % am häufigsten vertreten war.
Weitere häufige Windrichtungen waren:
- Ost: 13,1 %
- Süd-Südwest: 10,0 %
- Südost: 8,6 %
- West-Südwest: 6,7 %
- Nordost: 6,2 %
Die Verteilung der Windstärken verdeutlicht den insgesamt eher ruhigen Charakter des Monats.
Mit 31,75 % entfiel der größte Anteil auf Windstärke 0 Beaufort. Weitere 24,0 % lagen bei 1 Beaufort und 22,73 % bei 2 Beaufort.
Stärkere Winde waren dagegen vergleichsweise selten. Windstärke 5 Beaufort machte nur 0,97 % der Messungen aus.
Die Windgrafiken zeigen zwei auffälligere Abschnitte: einen um den 8. bis 11. Oktober und einen weiteren zwischen dem 23. und 26. Oktober.



Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Luftdruck
Die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit betrug im Oktober 85 %.
Der niedrigste Wert wurde am 5. Oktober um 17:24 Uhr mit 46 % registriert. Das Maximum erreichte die Luftfeuchtigkeit ebenfalls am 5. Oktober, morgens um 08:40 Uhr, mit 97 %.
Diese deutlichen Unterschiede zwischen Morgen und Nachmittag sind typisch für herbstliche Wetterlagen.
In den kühlen Nächten steigt die relative Luftfeuchtigkeit häufig stark an. Tagsüber kann sie bei Erwärmung und Sonnenschein wieder deutlich zurückgehen.
Der Taupunkt lag im Monatsmittel bei 8,4 °C. Sein Minimum betrug −2,5 °C am 20. Oktober, das Maximum 16,2 °C am 3. Oktober.
Auch der Luftdruck zeigte deutliche Schwankungen.
Am 25. Oktober um 07:42 Uhr wurde mit 996,1 hPa der niedrigste Monatswert registriert.
Das Maximum folgte am 30. Oktober um 10:40 Uhr mit 1.032,8 hPa.
Die Differenz von 36,7 hPa verdeutlicht den Wechsel unterschiedlicher Druck- und Wetterlagen im Monatsverlauf.
Wetterchronik Oktober 2026
1. bis 7. Oktober – ein sommerlicher Auftakt
Der Oktober startete mit ungewöhnlich hohen Temperaturen.
Gleich am 1. Oktober erreichte die Temperatur 25,8 °C. Damit wurde der einzige Sommertag des Monats registriert.
In den folgenden Tagen gingen die Temperaturen zurück. Der Wechsel zwischen freundlichen und wechselhafteren Abschnitten leitete zunehmend herbstliches Wetter ein.
Am 4. Oktober zeigte sich die Sonne besonders häufig. Mit 9 Stunden und 38 Minuten wurde an diesem Tag die höchste Sonnenscheindauer des Monats erreicht.
8. bis 12. Oktober – Wind und Wetterwechsel
Am 8. Oktober zeigte sich das Wetter deutlich dynamischer.
Mit 6,4 l/m² fiel an diesem Tag die größte Tagesniederschlagsmenge des Monats.
Gleichzeitig wurden mit 37,3 km/h die höchste Windgeschwindigkeit und mit 51,5 km/h die stärkste Windböe registriert.
Die folgenden Tage blieben zeitweise windig. Dabei wechselten sich freundlichere Phasen und stärker bewölkte Abschnitte ab.
13. bis 20. Oktober – zunehmend herbstlich
In der Monatsmitte zeigte sich das Wetter wechselhaft, aber auch mit längeren sonnigen Abschnitten.
Die Temperaturen lagen überwiegend auf herbstlichem Niveau. Besonders nachts wurde es zunehmend kühl.
Am Morgen des 20. Oktober folgte schließlich der erste Frost des Monats.
Um 07:53 Uhr wurden −1,4 °C gemessen.
Damit war der Übergang in die kältere Jahreszeit auch an der Wetterstation deutlich angekommen.
21. bis 26. Oktober – wechselhaft und zeitweise windig
Im letzten Monatsdrittel sorgten wechselnde Druckverhältnisse für lebhafteres Wetter.
Am 21. Oktober fiel nochmals eine größere Niederschlagsmenge.
Zwischen dem 23. und 26. Oktober nahm der Wind zeitweise deutlich zu. Die Böengrafik zeigt in diesem Zeitraum mehrere kräftigere Windspitzen.
Am 25. Oktober wurde mit 996,1 hPa der niedrigste Luftdruck des Monats registriert.
27. bis 31. Oktober – ruhigerer Monatsausklang
Zum Monatsende beruhigte sich das Wetter zeitweise wieder.
Der Luftdruck stieg deutlich an und erreichte am 30. Oktober mit 1.032,8 hPa seinen höchsten Monatswert.
Auch die Sonne zeigte sich an mehreren Tagen noch für längere Zeit.
Mit zunehmendem Laubfall und den deutlich kürzeren Tagen war die herbstliche Jahreszeit nun endgültig in der Landschaft angekommen.
Klima-Check – Oktober 2026 im Vergleich seit 2009
Die Wetterstation Brachwitz dokumentiert das Wetter seit dem 16. April 2009.
Damit steht inzwischen eine langjährige Messreihe zur Verfügung, die interessante Vergleiche zwischen den einzelnen Jahren ermöglicht.
Für den Oktober ergibt die Stationsstatistik folgende langjährige Durchschnittswerte:
| Messgröße | Stationsmittel Oktober | Oktober 2026 |
|---|---|---|
| Mitteltemperatur | 10,66 °C | 10,99 °C |
| Niederschlag | 37,38 l/m² | 28,2 l/m² |
| Sonnenschein | 239:13 h | 239:41 h |
Gegenüber dem eigenen Stationsmittel war der Oktober 2026 somit rund 0,33 Kelvin wärmer.
Beim Niederschlag blieb er dagegen deutlich unter dem Durchschnitt der bisherigen Oktober-Monate.
Interessant ist auch die Sonnenscheindauer: Mit 239 Stunden und 41 Minuten lag sie nahezu exakt auf dem langjährigen Stationsmittel.
Der Oktober 2026 war damit im Vergleich zur eigenen Messreihe leicht wärmer, niederschlagsärmer und bei der Sonnenscheindauer nahezu durchschnittlich.

Jahresbilanz 2026 – bereits 143 warme Tage
Besonders bemerkenswert ist die bisherige Bilanz des Jahres 2026.
Nach Abschluss des Oktobers weist die Wetterstation bereits folgende Werte aus:
| Temperatur-Kenntag | 2026 bis Oktober | Gesamtjahr 2025 |
|---|---|---|
| Warme Tage (≥ 20 °C) | 143 | 133 |
| Sommertage (≥ 25 °C) | 79 | 69 |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 27 | 24 |
Damit wurden die Gesamtjahreswerte von 2025 bereits vor Beginn des Novembers übertroffen.
Der Oktober selbst steuerte nochmals fünf warme Tage und einen Sommertag bei.
Auch im Vergleich mit früheren Jahren fällt die bisherige Bilanz auf. Der Rekord der Messreihe bei den warmen Tagen liegt nach der aktuellen Langzeitgrafik bei 167 Tagen im Jahr 2018.
Ob 2026 diesen Wert noch erreichen kann, bleibt abzuwarten.

Jahresniederschlag – weiterhin vergleichsweise wenig Regen
Nach Abschluss des Oktobers beträgt die bisherige Niederschlagssumme des Jahres 2026 rund 325 l/m².
Zum Vergleich wurden in den vergangenen Jahren folgende Jahressummen registriert:
| Jahr | Niederschlag |
|---|---|
| 2025 | 353,2 l/m² |
| 2024 | 482,6 l/m² |
| 2023 | 543,0 l/m² |
| 2022 | 313,8 l/m² |
| 2021 | 601,1 l/m² |
| 2020 | 361,0 l/m² |
Dabei muss berücksichtigt werden, dass für 2026 noch die Monate November und Dezember fehlen.
Ein abschließender Vergleich ist deshalb erst zum Jahresende sinnvoll.
Dennoch zeigt die bisherige Entwicklung, dass das Jahr 2026 bislang zu den niederschlagsärmeren Jahren der Messreihe gehört.

Temperaturentwicklung 2026
Auch die Temperaturstatistik zeigt einen auffälligen Jahresverlauf.
Nach den ersten zehn Monaten liegt die bisher berechnete Jahresmitteltemperatur bei etwa 12,15 °C.
Dieser Wert ist jedoch ausdrücklich ein Zwischenstand.
Die Monate November und Dezember werden das endgültige Jahresmittel noch beeinflussen.
Für einen seriösen Vergleich mit vollständigen Kalenderjahren muss deshalb der Abschluss des Jahres abgewartet werden.

Wetterwissen des Monats
Warum werden klare Herbstnächte besonders kalt?
Im Oktober werden die Tage deutlich kürzer und die Nächte länger.
Gleichzeitig steht die Sonne immer tiefer am Himmel. Dadurch erreicht weniger Sonnenenergie den Erdboden.
Besonders interessant ist jedoch, was nachts passiert.
Nach Sonnenuntergang verliert die Erdoberfläche durch langwellige Wärmestrahlung kontinuierlich Energie. Bei klarem Himmel kann diese Wärme vergleichsweise ungehindert in Richtung Atmosphäre und Weltraum abgegeben werden.
Eine geschlossene Wolkendecke wirkt dagegen wie eine zusätzliche Wärmedecke. Wolken nehmen einen Teil der vom Boden abgegebenen Wärmestrahlung auf und strahlen ihrerseits Energie zurück zur Erdoberfläche.
Deshalb kühlt es in klaren Nächten häufig stärker ab als in bewölkten.
Auch der Wind spielt eine wichtige Rolle.
Bei schwachem Wind kann sich unmittelbar über dem Boden eine besonders kalte Luftschicht bilden. Stärkerer Wind durchmischt dagegen die bodennahe Luft und kann diese starke Auskühlung abschwächen.
So entstehen im Herbst häufig große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.
Der Oktober 2026 lieferte dafür ein anschauliches Beispiel.
Während am 1. Oktober noch sommerliche 25,8 °C gemessen wurden, sank die Temperatur am 20. Oktober auf −1,4 °C.
Schon gewusst?
Bodenfrost kann bereits auftreten, obwohl die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe noch über 0 °C liegt.
Der Grund: Die Erdoberfläche kann sich in klaren Nächten stärker abkühlen als die darüberliegende Luft.
Deshalb sind Pflanzen und empfindliche Oberflächen manchmal bereits mit Reif überzogen, obwohl das Thermometer noch leichte Plusgrade anzeigt.
Bild des Monats – Der Herbst hält Einzug

Unser Bild des Monats zeigt einen herbstlichen Waldweg, eingerahmt von Bäumen mit gelblich und grün gefärbtem Laub.
Der Boden ist bereits von zahlreichen herabgefallenen Blättern bedeckt. Gleichzeitig tragen die Bäume noch einen großen Teil ihres Laubes.
Das Bild vermittelt genau die Übergangsphase, die den Oktober 2026 geprägt hat.
Noch waren einzelne warme und sonnige Tage möglich. Gleichzeitig kündigten die kühleren Nächte, der erste Frost und die zunehmende Laubfärbung den fortschreitenden Herbst an.
Die Natur verändert sich dabei nicht an einem bestimmten Kalendertag. Vielmehr reagieren Pflanzen auf die abnehmende Tageslänge, sinkende Temperaturen und weitere Umweltbedingungen.
Die herbstliche Laubfärbung gehört deshalb zu den eindrucksvollsten sichtbaren Zeichen des jahreszeitlichen Wandels.
Hossis Wetterfazit
Der Oktober 2026 war in Brachwitz ein abwechslungsreicher Herbstmonat mit bemerkenswerten Temperaturgegensätzen.
Er begann mit einem Sommertag und 25,8 °C, brachte am 20. Oktober bereits −1,4 °C und verabschiedete sich mit zunehmend herbstlichem Wetter.
Mit einer Mitteltemperatur von 10,99 °C lag der Monat 1,19 Kelvin über dem in WSWin hinterlegten Normalwert. Gegenüber dem eigenen langjährigen Stationsmittel betrug die positive Abweichung rund 0,33 Kelvin.
Die Niederschlagsmenge erreichte 28,2 l/m² an 19 Regentagen. Damit wurden 94,9 % des WSWin-Normalwertes erreicht. Im Vergleich zur eigenen langjährigen Stationsstatistik fiel der Monat dagegen deutlich trockener aus.
Die Sonnenscheindauer von 239 Stunden und 41 Minuten entsprach nahezu exakt dem bisherigen Oktober-Durchschnitt der Wetterstation.
Auch die Windverhältnisse waren typisch für einen wechselhaften Herbstmonat: überwiegend schwache Winde, unterbrochen von lebhafteren Phasen mit Böen bis 51,5 km/h.
Besonders interessant bleibt der Blick auf das Gesamtjahr. Bereits Ende Oktober wurden 143 warme Tage, 79 Sommertage und 27 heiße Tage registriert.
Damit setzt sich der insgesamt warme Charakter des Jahres 2026 in der Stationsstatistik deutlich fort.
Der Oktober brachte den Herbst nach Brachwitz – aber erst nach einem letzten sommerlichen Auftakt.
Nun richtet sich der Blick auf den November: Werden die Temperaturen weiter sinken? Kommen die ersten winterlichen Wetterlagen? Und kann der Niederschlag das bisherige Jahresdefizit noch etwas verringern?
Die Wetterstation Brachwitz wird es dokumentieren.
Brachwitzer Wetterjournal
Monatliche Wetter- und Klimachronik der Wetterstation Brachwitz
Wetter beobachten. Klima verstehen. Brachwitz erleben.
Messdaten: Wetterstation Brachwitz / WSWin
Messbeginn: 16. April 2009
Auswertungszeitraum: 1. bis 31. Oktober 2026

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