Brachwitzer Wetterjournal – September 2026
Spätsommer bis zum Schluss – warm, sonnig und erneut zu trocken
30,3 °C Spitze · 25 warme Tage · 11 Sommertage · 299 Sonnenstunden · nur 28,2 l/m² Regen
Der September 2026 machte es dem Herbst in Brachwitz nicht leicht. Obwohl am 1. September bereits der meteorologische Herbst begonnen hatte, dominierte über weite Strecken noch spätsommerliches Wetter. Selbst die 30-Grad-Marke wurde noch einmal überschritten.
Erst im weiteren Monatsverlauf wurde der Übergang in die neue Jahreszeit deutlicher. Die Nächte wurden zunehmend frisch, und am 26. September sank die Temperatur morgens auf nur noch 3,7 °C.
Insgesamt erreichte der September eine Mitteltemperatur von 16,41 °C. Gegenüber dem in WSWin hinterlegten Normalwert von 14,30 °C bedeutet das eine positive Abweichung von 2,11 Kelvin. Gleichzeitig blieb der Monat mit nur 28,2 l/m² Niederschlag erneut zu trocken. Dafür summierte sich die Sonnenscheindauer auf beachtliche 299 Stunden und 17 Minuten.

September 2026 rund um Brachwitz: Noch blühende Pflanzen, trockene Landschaften, spätsommerlicher Sonnenschein und erste Anzeichen des nahenden Herbstes.
Der September 2026 in Kürze
| Messwert | September 2026 |
| Mitteltemperatur | 16,41 °C |
| WSWin-Normalwert | 14,30 °C |
| Abweichung | +2,11 K |
| Höchsttemperatur | 30,3 °C |
| Tiefsttemperatur | 3,7 °C |
| Ø Tagesmaximum | 23,4 °C |
| Ø Tagesminimum | 10,4 °C |
| Warme Tage ≥ 20 °C | 25 |
| Sommertage ≥ 25 °C | 11 |
| Heiße Tage ≥ 30 °C | 1 |
| Niederschlag | 28,2 l/m² |
| Regentage | 14 |
| Sonnenschein | 299:17 h |
| stärkste Windböe | 61,2 km/h |
| Windlauf | 4.880,6 km |
25 der 30 Septembertage erreichten damit noch mindestens 20 °C. An elf Tagen wurde sogar die Sommertagsgrenze von 25 °C überschritten.

🌡️ Temperatur – vom Hochsommer fast bis zum Bodenfrost
Die Temperaturentwicklung erzählt wohl am deutlichsten die Geschichte dieses Septembers.
Die ersten Tage waren ausgesprochen warm. Am 8. September um 14:34 Uhr erreichte die Wetterstation mit 30,3 °C das Monatsmaximum. Damit gab es selbst im meteorologischen Herbst noch einen heißen Tag.
Danach setzte sich die sommerliche Wärme nicht mehr dauerhaft durch. Zwar folgten weitere warme und einzelne sommerliche Tage, die Nächte wurden aber zunehmend kühler.
Den Gegenpol zum heißen 8. September bildete schließlich der 26. September. Um 06:57 Uhr wurden nur noch 3,7 °C gemessen – die niedrigste Temperatur des Monats.
Zwischen Monatsmaximum und Monatsminimum lagen damit 26,6 Kelvin.
Trotz dieser kühlen Nacht trat noch kein Frost auf. WSWin registrierte im September keinen Frosttag. Gleichzeitig stehen 25 warme Tage, elf Sommertage und ein heißer Tag in der Monatsbilanz.
Der September war damit ein echter Übergangsmonat: Hochsommerliche 30,3 °C auf der einen, frühherbstliche 3,7 °C auf der anderen Seite.
☀️ Fast 300 Stunden Sonnenschein
Auch die Sonnenscheinbilanz unterstreicht den spätsommerlichen Charakter.
WSWin summierte für den September 299 Stunden und 17 Minuten Sonnenschein. Der höchste Tageswert wurde bereits am 1. September mit 11 Stunden und 23 Minuten erreicht.
Die maximale Solarstrahlung betrug an diesem Tag 984 W/m².
Die Monatsgrafik zeigt dabei keinen kurzen isolierten Schönwetterabschnitt. Sonnenschein begleitete Brachwitz durch große Teile des Septembers.

Mit dem Fortschreiten des Monats wurden die astronomisch möglichen Tageslängen natürlich immer kürzer. Umso bemerkenswerter ist die hohe Monatssumme von knapp 300 Stunden.
🌧️ Häufig etwas Regen – aber insgesamt zu wenig
Auf den ersten Blick wirken 14 Regentage keineswegs nach einem besonders trockenen Monat.
Doch der Eindruck täuscht.
Insgesamt fielen lediglich 28,2 l/m². Der in WSWin hinterlegte Normalwert beträgt 36,1 l/m². Damit erreichte der September nur 78,1 % des Normalwertes – es fehlten 7,9 l/m².
Der Grund wird beim Blick auf die einzelnen Ereignisse deutlich.
Von den 14 Regentagen überschritten lediglich fünf eine Menge von 2 l/m². Nur ein Tag brachte mehr als 5 l/m², und kein einziger Tag erreichte 10 l/m².
Die größte Niederschlagsmenge wurde am 4. September mit 7,2 l/m² registriert.

Damit setzte sich ein Muster fort, das sich bereits im August gezeigt hatte: Es regnete durchaus an mehreren Tagen, doch ergiebige Niederschlagsereignisse blieben aus.
Die trockenen Böden und Flächen sind auch auf einigen Bildern unserer September-Collage deutlich zu erkennen.
💨 Südwest bestimmte den Wind
Der Wind kam im September überwiegend aus dem westlichen bis südwestlichen Sektor.
Am häufigsten wurde Südwest mit 18,3 % registriert. Danach folgten West-Südwest mit 17,0 % und West mit 13,3 %. Zusammen prägten diese Richtungen einen großen Teil des Monats.
Das markanteste Windereignis ereignete sich am 4. September.
Um 13:30 Uhr erreichte die Windgeschwindigkeit 46,7 km/h, während die stärkste Böe des Monats mit 61,2 km/h aus Südwest gemessen wurde.
Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug 6,8 km/h. Über den gesamten Monat summierte sich der Windlauf auf 4.880,6 Kilometer.



📅 Wetterchronik September 2026
Der September startete ausgesprochen spätsommerlich. Sonnenschein und hohe Temperaturen bestimmten die ersten Tage, auch wenn einzelne Wetterwechsel bereits zeigten, dass der Hochsommer seinem Ende entgegenging.
Am 4. September zeigte sich das Wetter deutlich dynamischer. Mit 7,2 l/m² fiel an diesem Tag die größte Tagesniederschlagsmenge des Monats. Gleichzeitig wurden mit 61,2 km/h die stärksten Windböen des Septembers gemessen.
Danach kehrte der Sommer noch einmal eindrucksvoll zurück. Höhepunkt war der 8. September, als die Temperatur auf 30,3 °C stieg. Es sollte der einzige heiße Tag des Monats werden.
In der Monatsmitte wechselten warme Phasen mit feuchteren und frischeren Abschnitten. Die Luftfeuchtigkeit erreichte am Morgen des 15. September 96 %. Dennoch blieb das Temperaturniveau insgesamt hoch.
Im letzten Monatsdrittel machte sich der Herbst vor allem nachts zunehmend bemerkbar. Gleichzeitig sorgte Hochdruckeinfluss zeitweise für ruhiges und sonniges Wetter. Am 22. September erreichte der Luftdruck mit 1.029,2 hPa seinen höchsten Monatswert.
Am 26. September folgte schließlich der bislang deutlichste herbstliche Fingerzeig: Am frühen Morgen sank die Temperatur auf 3,7 °C.
Frost blieb zwar aus, doch gegenüber den 30,3 °C vom 8. September war der jahreszeitliche Wandel nun deutlich spürbar.
📊 Klima-Check – der September im Vergleich
Für die Einordnung muss zwischen zwei unterschiedlichen Vergleichsgrößen unterschieden werden.
WSWin verwendet in der Monatsauswertung einen Normalwert von 14,30 °C. Gegenüber diesem lag der September 2026 mit 16,41 °C um 2,11 Kelvin höher.
Daneben führen wir für das Brachwitzer Wetterjournal unsere eigene Stationsstatistik seit 2009. Die aktualisierte Langzeitberechnung ergibt für die Septembermonate der Messreihe einen Mittelwert von etwa 15,70 °C.
Auch gegenüber der eigenen Brachwitzer Messreihe war der September 2026 damit überdurchschnittlich warm – wenn auch nicht um 2,11 K. Die beiden Bezugsgrößen sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden.

☀️ Ein bemerkenswert warmer Jahresverlauf
Besonders interessant wird die Septemberauswertung beim Blick auf das bisherige Gesamtjahr.
Nach Abschluss des Septembers 2026 weist die Stationsstatistik bereits:
139 warme Tage · 79 Sommertage · 27 heiße Tage
aus.
Damit hat 2026 bereits Ende September beispielsweise die Gesamtwerte des Jahres 2025 von 133 warmen Tagen, 69 Sommertagen und 24 heißen Tagen überschritten.

Der September allein steuerte dazu nochmals 25 warme Tage, elf Sommertage und einen heißen Tag bei.
Ob und wie weit sich 2026 am Ende in die Rekordjahre der Brachwitzer Messreihe einordnet, lässt sich sinnvoll erst nach Abschluss des Kalenderjahres bewerten.
🌧️ Das Niederschlagsdefizit bleibt ein Thema
Die aktualisierte Jahresgrafik zeigt nach Ende September eine Niederschlagssumme von rund 300,8 l/m² für 2026.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass 2026 in dieser Grafik noch ein laufendes Jahr ist. Ein direkter Vergleich mit den vollständigen Jahressummen seit 2009 wäre deshalb verfrüht.
Die Septemberbilanz selbst passt jedoch in das bisherige Bild: Mit 28,2 l/m² erreichte der Monat nur 78,1 % seines in WSWin hinterlegten Normalwertes.
Ob der Herbst dieses Defizit noch deutlich reduzieren kann, wird eine der interessanten Fragen der kommenden Monate sein.
🌡️ 2026 bleibt bislang sehr warm
Auch die Langzeitgrafik der Temperatur zeigt für 2026 einen auffälligen Wert. Nach den ersten neun Monaten liegt die bislang berechnete Jahresmitteltemperatur bei ungefähr 12,3 °C.

Auch hier gilt: Der Wert für 2026 ist noch kein fertiges Jahresmittel. Oktober, November und Dezember fehlen vollständig und werden den Wert zwangsläufig noch verändern.
Die Grafik eignet sich deshalb vor allem dazu, den außergewöhnlich warmen bisherigen Jahresverlauf zu dokumentieren – nicht für einen endgültigen Jahresvergleich.
🍂 Wetterwissen des Monats
Warum beginnt der Herbst zweimal?
Am 1. September begann der meteorologische Herbst. Der astronomische Herbst folgte dagegen erst später im Monat.
Warum gibt es zwei verschiedene Termine?
Für meteorologische und klimatologische Auswertungen werden die Jahreszeiten in vollständige Monate eingeteilt. Der meteorologische Herbst umfasst deshalb immer:
September · Oktober · November
Der meteorologische Winter beginnt am 1. Dezember, der Frühling am 1. März und der Sommer am 1. Juni.
Der Vorteil liegt vor allem in der Statistik: Ganze Monate und Jahre lassen sich wesentlich einfacher miteinander vergleichen.
Der astronomische Beginn der Jahreszeiten richtet sich dagegen nach der Position der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Beim Herbstanfang sind Tag und Nacht annähernd gleich lang. Danach werden auf der Nordhalbkugel die Nächte länger als die Tage.
Der September 2026 demonstrierte eindrucksvoll, dass ein kalendarischer beziehungsweise meteorologischer Jahreszeitenwechsel keinen unmittelbaren Wetterwechsel bedeutet.
Obwohl der meteorologische Herbst bereits begonnen hatte, erreichte Brachwitz am 8. September noch einmal 30,3 °C.
📷 Bild des Monats – September zwischen Sommer und Herbst

Unsere Bilder des Monats zeigen den September rund um Brachwitz in seiner ganzen Übergangsphase.
Noch blühende Pflanzen stehen neben bereits trockenen Flächen. Der Blick über die Landschaft vermittelt weiterhin einen spätsommerlichen Eindruck, während sich an anderer Stelle bereits die ersten Zeichen der neuen Jahreszeit bemerkbar machen.
Auch das ruhige Wasser und der weite Blick über die Landschaft passen zu den zahlreichen sonnigen und zeitweise ruhigen Wetterphasen des Monats.
Die Collage erzählt damit genau die Geschichte, die auch unsere Messwerte zeigen:
Der Sommer war noch nicht ganz bereit zu gehen – aber der Herbst stand längst vor der Tür.
Hossis Wetterfazit
Der September 2026 war in Brachwitz deutlich zu warm, sehr sonnig und trotz zahlreicher Regentage erneut zu trocken.
Mit 16,41 °C Monatsmittel lag die Temperatur 2,11 Kelvin über dem in WSWin hinterlegten Normalwert. Bemerkenswert waren vor allem die vielen spätsommerlichen Tage: An 25 der 30 Septembertage wurden mindestens 20 °C erreicht, elf Tage waren Sommertage und am 8. September wurde mit 30,3 °C sogar noch einmal ein heißer Tag registriert.
Gleichzeitig kündigte sich der Herbst bereits unübersehbar an. Nur 18 Tage nach dem Monatsmaximum sank die Temperatur am 26. September auf 3,7 °C.
Beim Niederschlag blieb die Bilanz trotz 14 Regentagen bescheiden. 28,2 l/m² entsprechen nur 78,1 % des Normalwertes. Kein einziger Tag brachte mehr als 10 l/m².
Dafür zeigte sich die Sonne ausgesprochen häufig: 299 Stunden und 17 Minuten stehen am Monatsende in der Statistik.
So bleibt der September 2026 vor allem als verlängerter Spätsommer in Erinnerung – mit einem heißen Tag, vielen Sommertagen, reichlich Sonnenschein und ersten deutlich kühlen Nächten.
Der Oktober wird nun zeigen, wie schnell der Herbst in Brachwitz tatsächlich das Kommando übernimmt.
Brachwitzer Wetterjournal
Monatliche Wetter- und Klimachronik der Wetterstation Brachwitz
Wetter beobachten. Klima verstehen. Brachwitz erleben.
Messdaten: Wetterstation Brachwitz / WSWin · Messreihe seit 16. April 2009

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